Ludwigswinkel Welche Übernachtungsgäste bald zur Kasse gebeten werden – und welche nicht

Der Barfußpfad ist eine Attraktion für Gäste und Einheimische. Die Unterhaltung und Pflege sind allerdings aufwändig.
Der Barfußpfad ist eine Attraktion für Gäste und Einheimische. Die Unterhaltung und Pflege sind allerdings aufwändig.

Der Rat Ludwigwinkel hat beschlossen, einen Gästebeitrag einzuführen, der ab dem 1. Januar 2024 erhoben wird. Grund dafür ist der erhebliche Aufwand, den die Ortsgemeinde durch die touristischen Einrichtungen hat. Aber nicht alle müssen zahlen.

Der Barfußpfad zieht beispielsweise jedes Jahr 9000 Besucher an und ist sowohl für Tages- und Übernachtungsgäste, aber auch für Einheimische, ein attraktives Ziel im Sommer. Die Einrichtung ist allerdings auch mit einem hohen Pflege- und Instandhaltungsaufwand verbunden. Der Kurpark, der Blumenschmuck, die Brunnen, zahlreiche Bänke und Sitzgruppen, der Badeweiher und die Beschilderung: Das alles sind Einrichtungen, die der Ort seinen Gästen, aber auch seinen Bewohnern bietet, die aber instand gehalten werden müssen. Dazu kommen Kosten für die Instandhaltung der Wanderwege, Druck von Karten, Flyern und Prospekten.

Außerdem ist Ludwigswinkel als Luftkurort zertifiziert. Allein das große Gutachten hierzu, das alle zehn Jahre anfällt, schlägt mit 14.000 Euro zu Buche. Dazu kommt zwischendrin ein kleines Gutachten und die Rezertifizierung der Premiumwanderwege. An diesen Kosten werden sich Gäste in Zukunft mit einem Gästebeitrag beteiligen, der über die Beherbergungsbetriebe abgerechnet wird. Einschließlich Umsatzsteuer wurde der Betrag auf 1,50 Euro pro beitragspflichtiger Person und Übernachtung festgelegt. Für Hunde fallen zusätzlich 50 Cent an. Das soll insgesamt etwa 20.000 Euro pro Jahr an Einnahmen in die Gemeindekasse bringen. Vom Gästebeitrag ausgenommen sind unter anderem Zweitwohnungsinhaber oder Kinder bis zum 16. Lebensjahr. Auch für berufsbedingte Aufenthalte und Schulungen wird eine Ausnahme gemacht. Ermäßigung gibt es beispielsweise für Schüler, Auszubildende und Studenten. Für die Dauercamper wurde eine eigene Regelung mit einem moderaten Beitrag getroffen. Sie zahlen 20 Euro pro Jahr und fünf Euro für einen Hund. „Diesen Betrag haben wir, im Gegensatz zu anderen Orten in der Verbandsgemeinde, bewusst niedrig gehalten, weil sich unsere Camper auch oft im Ort engagieren und wir das würdigen möchten“, sagt Bürgermeister Sebald Liesenfeld dazu.

Neue Angebote Gesundheitswandern und Waldbaden

Für die Beherbergungsbetriebe fällt ein erhöhter Aufwand an. Sie müssen künftig darauf achten, dass Gäste den Meldebogen ausfüllen, die quartalsmäßig abzugeben und zu bezahlen sind. Die Ortsgemeinde bietet Rabatte auf Eintritt zum Barfußpfad und Minigolf über die Pfälzerwald-Card an. Auch das Freizeitgelände im Birkenfeld, mit Tennisplatz, Spielplatz und anderem, kann kostenlos genutzt werden. Mit über 60 Veranstaltungen im Jahr, von Ausstellungen über Feste bis hin zu Konzerten, bietet der Ort nicht nur den Gästen, sondern auch seinen Bewohnern einiges an Kultur. Neu im Programm sind ab dem kommenden Jahr die regelmäßigen Angebote Gesundheitswandern und Waldbaden. Für die betroffenen Beherbergungsbetriebe soll es rechtzeitig eine Infoveranstaltung oder ein Anschreiben mit Erläuterungen geben.

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