Bottenbach RHEINPFALZ Plus Artikel Wasserhaus: Sanierung für Frühjahr 2027 geplant

Das Dach des alten Wasserhauses ist eingestürzt. Das historische Haus soll hergerichtet werden und künftig eine digitale Wassere
Das Dach des alten Wasserhauses ist eingestürzt. Das historische Haus soll hergerichtet werden und künftig eine digitale Wassererlebniswelt beherbergen.

Am Bottenbacher Naturerlebnispfad steht tief im Tal das alte Wasserhaus. Die Gemeinde plant eine Sanierung – und darf sich über Fördermittel freuen.

Nach den Vorstellungen von Ortsbürgermeister Klaus Weber soll das Gebäude zu einer digitalen Wassererlebniswelt umgestaltet werden. Geplant sind Schautafeln im Inneren, ergänzt durch digitale Inhalte, die per QR-Code abrufbar sind. Damit würde sich das Konzept nahtlos in den benachbarten Naturerlebnispfad einfügen, der bereits mit digitalen Angeboten wie Mini-Podcasts arbeitet.

Die Sanierung des stark beschädigten Gebäudes – unter anderem ist das Dach eingestürzt – erfordert jedoch erheblichen Aufwand. Allein für das Material rechnet Weber mit Kosten zwischen 27.000 und 28.000 Euro. Die Arbeiten sollen größtenteils in Eigenleistung erfolgen.

Planung im Winter, Sanierung im Frühling

Positive Signale gibt es bei der Förderung: Über das Leader-Programm der EU erhält Bottenbach rund 20.000 Euro, das entspricht etwa 75 Prozent der Materialkosten. Den verbleibenden Anteil würde der Förderverein Dorfgemeinschaft übernehmen. Das Projekt wurde bereits vorgestellt und fand auf positive Resonanz.

Nun steht die formelle Antragstellung bei der ADD an. Dafür sind zahlreiche Genehmigungen erforderlich – unter anderem von Forstbehörde, Bauamt, Naturschutz und Kommunalaufsicht. Auch ein statisches Gutachten muss eingeholt werden. Im Winter sollen die Vorbereitungen laufen, sodass im Frühjahr 2027 mit der Sanierung begonnen werden kann.

Vor wenigen Jahren über Abriss diskutiert

Das Wasserhaus entstand in den 1930er-Jahren – wie im Dorf überliefert wird auf einem Grundstück, das sich nicht im Eigentum der Gemeinde, sondern in privater Hand befand. Es war erforderlich gewesen, weil der Brunnen im Wasserhaus „An der Trift“ nicht genügend Wasser lieferte, erzählt Alt-Ortsbürgermeister Ernst Freyer. Allerdings erwies sich der Brunnen in der Lambach als nicht tief genug, und auch die Trinkwasserqualität ließ zeitweise zu wünschen übrig, sodass andere Lösungen für die Wasserversorgung nötig wurden.

Während der Amtszeit von Freyer, die 2009 endete, wurde das Wasserhaus zu einer möblierten Wanderhütte umgebaut. 2021 befasste sich der Bottenbacher Gemeinderat schließlich mit einem möglichen Abriss des Wasserhauses.

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