Merzalben Was mit gut 80.000 Euro in Merzalben alles bewegt werden soll
Die Gemeinde Merzalben erhält aus dem Regionalen Zukunftsprogramm (RZN) 84.300 Euro für eine Reihe kleinerer Maßnahmen. Sie sollen die Lebensqualität vor Ort steigern und die Infrastruktur modernisieren, informiert Ortsbürgermeister Michael Köhler. Der Erste Beigeordnete Rüdeger Eser übernimmt die Ausarbeitung. Der Gemeinderat werde fortlaufend informiert und hat die Gemeindespitze zur Umsetzung ermächtigt.
Größter Posten ist die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik mit 20.000 Euro. Dadurch sollen die Stromkosten der Gemeinde sinken. Geplant sind Arbeiten im Wohngebiet Katzenäcker, im oberen Bereich der Höhstraße sowie am Zufahrtsweg zum Tennisheim. Am Bürgerhaus wird zusätzliche Beleuchtung installiert, da die Ausleuchtung dort unzureichend sei.
Wie das Rathaus teilweise barrierefrei wird
Die lange diskutierte Aufwertung der Ortseinfahrten soll mit deutlich geringeren Mitteln umgesetzt werden, als frühere Ideen gekostet hätten. Statt Projekten bis 100.000 Euro, etwa mit Straßenüberbauung oder Burgturm-Elementen, sind rund 6000 Euro angesetzt. Die Einfahrt von Münchweiler kommend erhält einen Sandsteinfindling, auf dem das Ortswappen aus Edelstein angebracht wird.
Für einen barrierefreien Zugang zum Rathaus stehen 12.000 Euro bereit, informiert Rüdeger Eser weiter. Geplant sind eine Rampe und ein gepflastertes Podest am Eingang. Zudem wird die Eingangstür zurückversetzt und durch eine neue Tür mit automatischer Öffnung ersetzt. Diese Maßnahme ermöglicht zwar einen barrierefreien Zugang zum Rathaus und zur dortigen Arztpraxis, jedoch nicht zum Bürgermeistersprechzimmer oder dem Rathaussaal im Obergeschoß. Die Kosten für einen Aufzug könnten nicht gestemmt werden, betonen Köhler und Eser.
Wie die Spielplätze aufgewertet werden
Die beiden Spielplätze in Merzalben werden aufgewertet: Am Kerweplatz ist ein neues Spielgerät für 11.300 Euro vorgesehen. An der Bischof-Emanuel-Straße erhält der Sandkasten im Bereich des Spielturms ein Sonnensegel für 10.000 Euro. Beim Bürgerhaus werden im Zuge der energetischen Sanierung drei veraltete Stahltüren gegen Modelle mit verbessertem U-Wert ausgetauscht (circa 10.000 Euro).
Im Freizeitpark wird eine Fahrradlade- und Reparatursäule aufgestellt. Geplante Kosten: 3000 Euro. Der Standort steht noch nicht fest; alternativ sind das Bürgerhaus oder die PWV-Hütte im Gespräch. Wie Rüdeger Eser informiert, werden die LED-Umrüstung und die Beschaffung eines Stromverteilerkastens für den Festplatz (12.000 Euro) von der Bauabteilung der Verbandsgemeinde Rodalben beauftragt.
Mit dem Regionalen Zukunftsprogramm sollen Projekte gefördert werden, die die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse stärken und kommunale Entwicklungspotenziale heben. Ziel ist es, Strukturdefizite abzubauen oder deren Folgen zu mindern, die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern, eine klimagerechte Infrastruktur voranzubringen und den sozialen Zusammenhalt zu stärken.