Rodalben
Was der neue Wohnpark „Am Rohrweiher“ auf 18.000 Quadratmetern alles bieten soll
Der Rodalber Stadtrat ebnete dem Unternehmen den Weg durch die Änderung des Bebauungsplanes. Nach dem bestehenden Plan aus dem Jahr 1995 galt das Gelände, auf dem die frühere Gärtnerei Peifer ihren Betrieb errichtet hatte, als „eingeschränktes Gewerbegebiet“. Zur Entwicklung eines Neubaugebiets bedurfte es der Änderung, mit der die Neuordnung des Plangebiets einhergeht. Dabei wird, wie es in der Beschlussvorlage hieß, die schon über Jahre „brachliegende Gewerbebrache“ beseitigt. Eine bereits erschlossene innerstädtische Fläche wir als „Wohnbauland“ umgenutzt.
An dem Standort sollte noch bis vor zwei Jahren ein Aldi-Markt entstehen. Dann kam dafür die Fläche der alten Servas- Schuhfabrik ins Gespräch, die (im Besitz der Firma Rieker) zur Industrieruine verkommt. Inzwischen stockt das schon oft angekündigte Vorhaben erneut, die Distanz zur Innenstadt bereitet wohl im Hintergrund Probleme. Statt eines Aldi-Marktes bekommt Rodalben nun erst einmal ein dringend gebrauchtes Neubaugebiet.
30 Grundstücke, zudem Reihenhäuser
Das Neubaugebiet, geplant als „Wohnmix für Generationen“, liegt zwischen der L 497 (Norden) und der Bahnlinie (Süden), dem Einkaufszentrum (Osten) und dem Petersberger Weg. Es umfasst rund 18.000 Quadratmeter. Der Investor baut die Straßen, die nach Fertigstellung an die Stadt übergehen und lässt den Kanal verlegen. Zum Projekt gehören ein „urbaner Grünzug“ und ein Spielplatz, der auch die Funktion des Treffpunkts erfüllt. Die Ausstattung des Spielplatzes obliegt der Stadt.
30 Grundstücke soll es hier geben. Der sogenannte Wohnpark soll sich zusammensetzen aus Einzelgrundstücken mit einer Größe von etwa 700 Quadratmetern, aus Reihenhäusern und aus zwei kleineren Mehrfamilienhäusern. Die Reihenhäuser richten sich laut Geschäftsführer Marcus Reister an „junge Familien mit kleinerem Budget“, die „Eigentum erwerben“ wollen. Die Mehrfamilienhäuser verstehen sich als Angebot für Ältere, denen zum Beispiel ihr Eigenheim zu groß geworden ist und „die keinen Garten mehr haben möchten“.
Bürgermeister froh, denn Bauland ist knapp
Als Vorzüge des Neubaugebiets sieht die Firmengruppe Wolf & Sofsky vor allem das Miteinander der Generationen und auch die Nähe zum Einkaufszentrum. Der Investor entwickelt den Wohnpark auf eigenes Risiko zum zeitnahen Verkauf. Der Stadt, so Bürgermeister Claus Schäfer, kommt die Investition „sehr entgegen“, denn „Bauland ist knapp in Rodalben, die Nachfrage ist groß“.