Rosenkopf RHEINPFALZ Plus Artikel Warum Rosenkopf keinen direkten Bus nach Homburg bekommt

Einmal monatlich lädt Rosenkopf in der Sommerzeit zum Backofenfest ein. Noch fährt Michael Herrmann das zu spülende Geschirr ums
Einmal monatlich lädt Rosenkopf in der Sommerzeit zum Backofenfest ein. Noch fährt Michael Herrmann das zu spülende Geschirr umständlich in das Dorfgemeinschaftshaus. Das wird sich nach der Sanierung des Milchhauses ändern.

Rosenkopf erhält Rückenwind für Dorferneuerung, Fördermittel werden möglich. Doch bei einem sehnlichen Wunsch setzt der Kreis klare Grenzen.

Der Rosenkopfer Rat hat die Ergebnisse aus dem Zukunftscheck Dorf formell anerkannt. Damit fließen sie in ein Dorferneuerungskonzept, womit für einzelne Maßnahmen aus dem Check Fördermittel zur Verfügung stehen. Aber: Nicht alle Ergebnisse aus dem Zukunftscheck können in die Tat umgesetzt werden.

Vor allem dem Wunsch nach einer direkten Busanbindung von Rosenkopf nach Homburg wurde erneut eine deutliche Absage erteilt. Derzeit fährt die Buslinie 238 von Martinshöhe über Lambsborn und Bechhofen nach Homburg. Für die Rosenkopfer ist das die kürzeste Busverbindung in die Saarpfalzstadt. Lieber hätten sie natürlich eine Direktanbindung. Die Abteilung Bau und Verkehr aus der Kreisverwaltung beantwortete eine entsprechende Anfrage von Ortsbürgermeisterin Marie Fier jedoch mit einer deutlichen Absage: Rosenkopfer hätten auch so ausreichend Gelegenheit, um nach Homburg zu kommen; mit einem Bus, der sie zur Weiterfahrt zuerst nach Bechhofen bringt, sowie mithilfe eines Ruftaxis. Die vorhandenen Buslinien seien zudem für den Schülerverkehr ausgelegt. Änderungen daran strebe die Kreisverwaltung nicht an, gab Fier die Antwort der Kreisverwaltung weiter.

Immerhin kann Rosenkopf schon mit der weiteren Sanierung des Milchhauses beginnen. Der Heimat- und Kulturverein (Huk) möchte nun den hinteren Teil sanieren. Dort soll später eine Spüle und eine Ausstattung zum Kühlen von Getränken stehen. „Damit die Backofenfeste in unmittelbarer Nähe einfacher durchzuführen sind“, begründete Fier das Vorhaben. Bisher muss das Geschirr, das gespült werden muss, noch ins Dorfgemeinschaftshaus gefahren werden, wo jeweils auch die kalten Getränke untergebracht sind. „Das ist eine Mordstransportiererei“, sagte Fier.

Verein rechnet mit Kosten von 11.000 Euro

Auch wenn der Gemeinde durch diese Sanierung keine Kosten entstehen, muss der Rat zustimmen, weil es sich um ein Gemeindegebäude handelt. Der Huk plant in diesem Zusammenhang, die alten Fliesen zu entfernen, den Boden zu erneuern und eine kleine Abtrennung für einen Rasenmäher und Geräte zu schaffen. Derzeit rechnet der Verein mit Kosten in Höhe von etwa 11.000 Euro. Wobei einige Arbeiten, die in einem entsprechenden Kostenvoranschlag enthalten sind, auch in Eigenleistung erledigt werden könnten. „Da ist viel Abrissarbeit drin. Das wird sicher noch ein wenig billiger“, war Fier zuversichtlich.

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