Dahn Warteschlangen vor der Kleiderstube
Donnerstagsnachmittags geht es in der Pirmasenser Straße 20 in Dahn rund. Zwischen 14 und 18 Uhr geben sich die Kunden der Kleiderstube die Klinke in die Hand. Weil der Raum so klein ist, können immer nur vier Menschen gleichzeitig hinein. Da bilden sich vor der Tür schon mal Warteschlangen. 15 Minuten kann man sich dann umschauen und anprobieren. 15 Teile dürfen pro Person und Tag mitgenommen werden. Damit soll verhindert werden, dass professionelle Flohmarktbetreiber sich am Angebot bereichern. Der Bedarf an günstiger Kleidung wächst, schlussfolgern die ehrenamtlichen Helfer aus ihren Beobachtungen. Die Kunden kämen hauptsächlich aus dem Dahner Felsenland.
Der Betrag von einem Euro pro Kleidungsstück ist eher symbolisch. Wer kann und will, darf auch mehr spenden. Alles, was reinkommt, wird wieder weitergegeben. Im Jahr 2024 konnten 6900 Euro an wohltätige Organisationen in der Region gespendet werden.
Es wird gebeten: Nur gute Kleidung abgeben
Seit 2017 betreibt die Kolpingsfamilie in Zusammenarbeit mit der Dahner Katholischen Frauengemeinschaft (KFD) die Einrichtung mit 15 Engagierten im Ehrenamt. Die Frauen arbeiten donnerstags im Zweischichtbetrieb. Außerdem trifft man sich an anderen Tagen noch zum Sortieren der Ware. Es gibt so einiges, das aussortiert werden muss, weil es in schlechtem Zustand ist. „Das können wir dann leider nicht weitergeben“, sagt Mitarbeiterin Beate Bastian. Sie ruft dazu auf, nur abzugeben, was man selbst noch tragen würde. Gebrauchte Kleidung kann zu den Öffnungszeiten gebracht werden.
„Das ist alles zwar viel Aufwand, aber eine tolle Sache. Denn wir können damit nicht nur wohltätige Zwecke unterstützen, sondern tun auch etwas für die Nachhaltigkeit“, sagt Harald Reisel, der Vorsitzende der Kolpingfamilie. Insgesamt 34.000 Euro konnten seit der Gründung der Kleiderstube gespendet werden. Einige Einrichtungen erhielten aus diesem Topf schon mehrmals Spenden. Bedacht wurden beispielsweise der Förderverein der Realschule plus in Dahn, der Förderverein zur Lebensrettung und das Deutsche Rote Kreuz im Dahner Felsenland, die Jugendfeuerwehr Bundenthal, die Tafeln in Pirmasens, das Mama Mia Projekt der Caritas, das Kinderhospiz Sterntaler in Dudenhofen und die Street Docs in Ludwigshafen.
Info
Kontakt und weitere Informationen: Karin und Harald Reisel, Telefon 06391 409545, E-Mail kolpingsfamilie-dahn@gmx.de, www.kolpingfamilie-dahn.de.