Hermersberg Wandertag in Hermersberg bei nahezu perfektem Wetter

Wer fleißig läuft, hat Hunger. Die Hermersberger Vereine, hier der MGV Frohsinn, versorgten die Wanderfreunde. Auf dem Elli-Zimm
Wer fleißig läuft, hat Hunger. Die Hermersberger Vereine, hier der MGV Frohsinn, versorgten die Wanderfreunde. Auf dem Elli-Zimmer-Platz und auf der Festmeile waren zeitweise kaum Plätze frei.

Wenn die Hauptstraße in Hermersberg zur Festmeile wird, die Besucher vorwiegend Wanderschuhe und Funktionskleidung tragen, viele Menschen ihren Hund dabei haben, dann ist Wandertag. Am Sonntag kamen wieder fast 2000 Gäste. Zum dritten Mal richtete der Ort den Wandertag der Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben aus.

Über dem Elli-Zimmer-Platz wehten die deutsche, die europäische und die amerikanische Flagge. Nicht nur Pfälzer, sondern auch wanderbegeisterte US-Bürger nutzten das Angebot. An den Strecken war zuvor intensivst von Helfern gearbeitet worden, um diese trotz des Regens der vorausgegangenen Tage in einen guten Zustand zu bringen. „Es war sehr gut zu laufen“, lauteten die erfreuten Rückmeldungen von Wanderern. Viele hatten sich für die mittlere Streckenlänge entschieden – waren aber teils zuvor schon von den umliegenden Orten nach Hermersberg gewandert. Nur wer die große Runde über zehn Kilometer lief, musste auch den einen oder anderen matschigen Abschnitt passieren.

„Es hat alles gut geklappt“, sagte Hermersbergs Ortsbürgermeister Erich Sommer, erfreut über den guten Zuspruch. Petrus hatte mitgespielt und für trockenes, zum Wandern nahezu perfektes Wetter gesorgt. Weder bestand Gefahr, allzu sehr ins Schwitzen zu geraten, noch wurde ein Sonnenbrand riskiert. Etwas später als beim Wandertag vor zwei Jahren, als wegen hochsommerlichen Wetters viele Besucher früh unterwegs gewesen waren, sei es dieses Mal losgegangen, resümierte Sommer. Aber ab 9.30 Uhr machten sich Wanderer um Wanderer, Wandergruppe um Wandergruppe auf die Strecke. Egal für welche der drei angebotenen Strecken sich die Wanderfreunde entschieden, der Fuchshof war ein Fixpunkt. Dort gab es Einblicke in die Landwirtschaft und eine große Raststation. Die Plätze am Fuchshof, den viele für den ersten Stopp nutzten, waren früh belegt. Am frühen Nachmittag wurde schon ins Dorf gefunkt: Essen ausverkauft.

„Schee war’s“

In der Ortsmitte, wo sich die Festmeile füllte mit zurückgekehrten Wanderern und Menschen, die einfach nur das kulinarische und musikalische Angebot nutzen wollten, sorgten die Hermersberger Vereine für die Verpflegung. Auch die Flüssigkeitsdepots konnten wieder aufgefüllt werden. Nur ein bisschen Geduld brauchte es, denn das Essensangebot war sehr gefragt.

Die „MooSIX“ spielten zum Frühschoppen auf, am Nachmittag übernahmen Michael Zobeley und Dieter Geißinger die musikalische Unterhaltung. Fehlen durfte natürlich nicht das Palzlied der Anonyme Giddarischde, die am 6. Juli in der Nachbargemeinde Steinalben live auftreten werden. Die bekannte Textzeile, dass es „annerschtwu annerscht is und halt net wie in de Palz“, bestätigte sich auch beim Wandertag in Hermersberg: „Schee war’s“, waren sich die Wanderer einig.

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