Rodalben RHEINPFALZ Plus Artikel VG Rodalben beschließt Haushalt: Niedrige Preise – hohe Investitionen

Trinkwasser wird in diesem Jahr billiger in der Verbandsgemeinde Rodalben.
Trinkwasser wird in diesem Jahr billiger in der Verbandsgemeinde Rodalben.

Es sind gute Nachrichten für die Bürger: Die Werke senken die Preise für Wasser und Abwasser, die Verbandsgemeinde Rodalben investiert in Schulen, Feuerwehr und Tourismus.

Die besten Nachrichten für die Bürger der Verbandsgemeinde Rodalben hat Beigeordneter Peter Pfundstein (FWG), der für die Werke zuständig ist. Denn in den Wirtschaftsplänen der Verbandsgemeindewerke sind Preisreduzierungen auf breiter Front vorgesehen. Die Wasserpreise sinken um 5,6 Prozent: Der Kubikmeter Trinkwasser kostet nur noch 1,34 statt bisher 1,42 Euro, der wiederkehrende Beitrag pro Quadratmeter Grundstücksfläche beträgt nur noch 13,2 statt bislang 14 Cent und die Zählergebühr ist auf 13,80 statt bisher 14,77 Euro festgesetzt. Für einen Vier-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 50 Kubikmetern Wasser pro Person bei einem 700-Quadratmeter-Grundstück fallen nur noch 378,88 Euro statt bislang 401,6 Euro in diesem Jahr an. Beim Ein-Personen-Haushalt sind es 177,88 statt 188,60 Euro.

Beim Abwasser ist die Preisentwicklung unterschiedlich, am Ende aber zahlt ein Vier-Personen-Haushalt auch etwas weniger: Um 0,6 Prozent sinkt der Preis von bislang 522,88 auf 519,86 Euro. Beim Ein-Personen-Haushalt ist die Preisdifferenz höher, statt 181,33 fallen nur noch 169,37 Euro an. Die unterschiedliche Kostenreduzierung liegt daran, dass der wiederkehrende Beitrag beim Abwasser zwar um 22 Prozent von 24,1 auf 18,8 Cent sinkt, dafür aber die Schmutzwassergebühr um 2,8 Prozent steigt von 2,53 auf 2,60 Euro pro Kubikmeter Abwasser. Die Grubenentleerung bleibt mit 24 Euro pro Kubikmeter Schmutzwasser gleich.

Ortsgemeinden werden nicht stärker belastet

Aber auch die allgemeine finanzielle Entwicklung der Verbandsgemeinde ist für die Bürger eine gute Nachricht: Indem die sogenannte Umlage stabil bei 30 Prozent in diesem Jahr bleibt, müssen die sechs Ortsgemeinden nicht mehr Geld an die Verbandsgemeinde zahlen, sodass in den Orten investiert werden kann. FWG-Fraktionssprecher Alexander Frey kritisierte in der Haushaltssitzung des Verbandsgemeinderats allerdings, dass auch eine Senkung von 0,5 bis ein Prozent für ihn machbar gewesen wäre: Schließlich nehme die Verbandsgemeinde durch die veränderten Umlagengrundlagen bei gleichem Satz 220.000 Euro mehr ein. Später stimmte aber auch er, wie der gesamte Verbandsgemeinderat, dem Haushalt 2026 zu.

Erfreulich für die Bürger ist auch, dass de Verbandsgemeinde in diesem Jahr weiter investiert. Als Schwerpunkte nannte Verbandsbürgermeister Peter Spitzer: Grundschulen, Feuerwehr und Tourismus.

Großprojekt Turn- und Schwimmhalle an der Mozartschule

1,9 Millionen Euro stellt die Verbandsgemeinde für die Feuerwehren bereit, wobei die Schwerpunkte auf einem neuen Löschfahrzeug für Leimen, der Sicherstellung der Löschwasserversorgung in Münchweiler und Merzalben sowie in Grunderwerb und Planung für die neuen Feuerwehrhäuser in Leimen und Merzalben liegen.

1,2 Millionen Euro werden in die Grundschulen investiert. Größtes Projekt dabei ist die neue Turn- und Schwimmhalle für die Mozartschule in Rodalben, für die Planungskosten und Grunderwerb sichergestellt werden. Für neue Fenster und Verschattung des Merzalber Grundschulgebäudes wurde in der gleichen Ratssitzung der Verbandsbürgermeister ermächtigt, Aufträge zu vergeben. Schließlich steht als drittes größeres Projekt die Dacherneuerung der Turnhalle der Grundschule Münchweiler in der Planung.

Förderprogramme ermöglichen mehr Investitionen

1,4 Millionen Euro steckt die Verbandsgemeinde in diesem Jahr in Radwege und Tourimus. Prägendes Projekt ist der Radwegausbau vom Hombrunnerhof über die Bundesstraße 10 bis zum Beckenhof. 250.000 Euro schießt die Verbandsgemeinde für das geplante Tourismus-Center auf der Biebermühle zu, auch die neue Linienführung der Rodalb findet sich im Investitionsplan.

Der Haushalt wurde von allen Fraktionen – CDU, SPD, AfD, FWG und Grüne – als solide bezeichnet, die notwendigen und machbaren Investitionen seien enthalten. Kritik meldete erneut Frey an: Es dürfe nicht übersehen werden, dass viele Projekte allein deshalb machbar seien, weil sie über die Finanzmittel des Regionalen Zukunftsprogramms des Landes und den Anteil am Sondervermögen des Bundes bezahlt werden. Ohne dieses Geld würde es düster aussehen.

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