Merzalben Verwaiste Baustelle und Müll sorgen für Ärger

Den Kreuzungsbereich Haupt- und Bischof-Emanuel-Straße können Fußgänger seit Anfang März nicht nutzen.
Den Kreuzungsbereich Haupt- und Bischof-Emanuel-Straße können Fußgänger seit Anfang März nicht nutzen.

In der Gemeinde sorgen vor allem zwei Themen für Unmut. Dazu gehören Baustellen sowie unsachgemäße Entsorgung von Müll.

Ein Reizthema in Merzalben sind die seit über acht Wochen andauernden Baustellen im Kreuzungsbereich Haupt-/Bischof-Emanuel-Straße. Der Bau der Glasfaserleitung zur Grundschule behindert den Fußweg erheblich. Seit Anfang März sind zwei Löcher dort aufgegraben und mit Absperrgittern gesichert, ohne dass Fortschritte erkennbar sind. Bürgermeister Michael Köhler und sein Erster Beigeordneter Rüdeger Eser äußerten ihren Frust: „Keiner weiß, warum es hier nicht weitergeht. Es sind seit Wochen keine Arbeiter an der Baustelle zu sehen.“

Stephanie Reeber, Mutter von zwei schulpflichtigen Kindern, machte darauf aufmerksam, dass die Absperrungen keinen sicheren Fußweg bieten, sodass die Kinder auf die Hauptstraße und die Bischof-Emanuel-Straße ausweichen müssen. Beigeordnete Kerstin Gütermann betonte, dass sich auch die Abfahrt des Schulbusses in unmittelbarer Nähe am Rathaus befinde. Die Gemeindeführung setzt nun alles daran, „trotz aller Schwierigkeiten jemanden Zuständigen zu erreichen“, um die Gefahrenstelle endlich zu beseitigen. Ein Ratsmitglied kommentierte süffisant: „Schotter für die Löcher zuzuschaufeln wäre eigentlich da.“

Gemeindeführung droht mit höheren Friedhofsgebühren

Unverständnis und Kopfschütteln des Ersten Beigeordneten Rüdeger Eser gab es in Sachen Abfallentsorgung im Friedhofs-und Containerbereich, sowie wegen der fehlenden Reinigung der Bürgersteigbereiche. Trotz der Aufstellung von zwei großen, beschrifteten Abfallcontainern und eines deutlich gekennzeichneten Grünabfallcontainers im Friedhofsgelände würden die Vorgaben „wohl absichtlich“ nicht eingehalten. Die Entsorgung von Mischabfall im Grünabfallcontainer sei für die Gemeinde sehr teuer. Köhler und Eser stellten fest: „Es ist davon auszugehen, wenn sich die Leute nicht an die Vorschriften halten, dass wir die Friedhofsgebühren anheben müssen, um die eigentlich unnötigen Mehrkosten der Entsorgung wieder hereinzubringen.“

Noch schlimmer seien die Zustände rund um die Abfallcontainer an der Sportplatzstraße. Ganze Kaffee- und Essservice aus Porzellan würden einfach abgestellt, obwohl sie hier nicht weggeworfen werden dürften. Lampenschirme würden nach dem Zerschlagen der Glasaufsätze einfach abgelegt, weil sie nicht in die Container passen. Kleidersäcke blieben liegen, da der Container voll sei. Die Mitglieder des Gemeinderats zeigten sich ratlos, angesichts dieser Missachtung und der daraus resultierenden unschönen Zustände.

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