Thaleischweiler-Fröschen RHEINPFALZ Plus Artikel Vandalismus am Mehrgenerationenplatz: Was Thaleischweiler-Fröschen dagegen tun will

Der Mehrgenerationenplatz am Dorfgemeinschaftshaus in Thaleischweiler-Fröschen ist der erhoffte beliebte Treffpunkt. Aber nicht
Der Mehrgenerationenplatz am Dorfgemeinschaftshaus in Thaleischweiler-Fröschen ist der erhoffte beliebte Treffpunkt. Aber nicht jeder Besucher verhält sich anständig. Eine zeitweise Videoüberwachung wird geprüft.

Im Mai 2023 wurde der Mehrgenerationenplatz in Thaleischweiler-Fröschen eingeweiht. Der bereitet vielen Menschen Freude, aber auch Probleme. Die Gemeinde will eingreifen.

Im Bereich hinter dem Dorfgemeinschaftshaus und der Spielscheune, mit denen der Mehrgenerationenplatz Thaleischweiler-Fröschen eine Einheit bildet, wurden Spielmöglichkeiten und Treffpunkte für alle Bürger aller Altersklassen geschaffen. Vom Klettern auf dem Baumstamm-Mikado bis zum Spielen im Sandkasten oder dem Zusammensitzen unter der Pergola ist vieles möglich. Der Platz wird gut genutzt.

Aber es geht nicht immer nur gesittet zu. Im Gegenteil. Am Mehrgenerationenplatz wurden mutwillig Schäden verursacht. Die haben sich längst auf etliche Tausend Euro summiert. „Es funktioniert keine einzige Lampe mehr auf dem Platz. Die wurden umgetreten, es wurden Kabel rausgerissen. Die Wasserpumpe am Wasserspielplatz wurde kaputt gemacht. Und wir haben immer wieder Probleme mit Graffiti. Das betrifft das Dorfgemeinschaftshaus und die privaten Nachbarhäuser“, fasst Ortsbürgermeister Florian Auer (CDU) die Probleme zusammen. Das sei mehr als bedauerlich, war man sich im Rat einig. Nutzer, die sich nicht benehmen können, würden damit anderen Nutzern die Freude am Platz nehmen. „Der Platz soll ein Treffpunkt sein, zu dem die Menschen gerne kommen“, sagt Auer. Dass aber öffentliches und privates Eigentum beschädigt werden, „kann nicht sein“.

Park nicht mehr 24 Stunden offen

Die Gemeinde hat für den Mehrgenerationenplatz aktuell keine gültige Nutzungsordnung, wollte den Nutzergruppen, die altersbedingt unterschiedliche Interessen haben, Freiraum lassen. Das wird sich angesichts der Schadenslage ändern. Derzeit werden verschiedene Varianten für eine Nutzungsordnung ausgearbeitet, in der festgelegt wird, was auf dem Platz gestattet und was nicht gestattet ist. Für ihn steht in jedem Fall fest, dass der Platz künftig nicht mehr 24 Stunden an sieben Tagen pro Woche geöffnet sein wird, erklärt Auer. Die zeitliche Nutzung des Platzes werde eingeschränkt; wie genau, wird noch festgelegt. „Das ist schade, aber unumgänglich“, bedauert Auer und ist sich in diesem Punkt mit dem Rat einig.

Die Ortsgemeinde lässt derzeit zudem prüfen, ob der Platz außerhalb der künftigen regulären Nutzungszeiten temporär mittels Kamera überwacht werden kann. „Wir wollen keine dauerhafte Überwachung“, unterstreicht Auer. Eine temporäre Überwachung sei notwendig, um das Sicherheitsgefühl vieler Menschen wieder zu verbessern, Schäden zu vermeiden. Mit Interesse verfolgt man deshalb in Thaleischweiler-Fröschen das Pirmasenser Pilotprojekt zur Videoüberwachung des Exerzierplatzes. Den Auftrag, eine temporäre Videoüberwachung des Mehrgenerationenplatzes zu prüfen und unter welchen Voraussetzungen so etwas möglich wäre, habe er im Auftrag des Rates bereits an die Verwaltung weitergegeben, sagt.

Ältere Jugendliche nutzen Spielscheune nicht wie vorgesehen

Änderungen gibt es auch bei der Benutzung der Spielscheune. Bislang durften Kinder bis 14 Jahre die Scheune, die ein Kletterparadies ist, zum Spielen nutzen. Es habe sich zunehmend gezeigt, dass die Altersdifferenz zwischen Vierjährigen und 14-Jährigen zu groß sei, dass zu unterschiedliche Nutzungsinteressen bestehen, fasste Auer die vermehrt vorgetragenen Hinweise der Mitarbeiterinnen der Spielscheune zusammen. Die Altersgruppe zwischen zwölf und 14 Jahren nutzt die Spielscheune gerne als Treffpunkt, um dort per Handy soziale Medien zu nutzen, Musik zu hören und zum Beispiel die großen Matten als Dauerliegefläche zu nutzen. Bewegung in Form von Klettern und Toben sei eher Fehlanzeige. Das funktioniere so nicht, war sich der Rat einig. Zumal auch Ratsmitglieder aus eigener Anschauung mitbekommen hatten, dass die etwas älteren Spielscheunenbesucher die Einrichtung nicht im gedachten Sinne nutzen. Deshalb beschloss der Rat, dass die Benutzungsordnung für die Spielscheune dahingehend verändert wird, dass sie nur noch für Kinder bis zwölf Jahre nutzbar sein soll. Im gesamten Spielbereich – der Umkleidebereich ist ausgenommen – wird künftig die Nutzung von Handys und sonstigen elektronischen Geräten untersagt.

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