Althornbach SPD-Neujahrsempfang: Appell an das Einstehen für die Demokratie

Miriam Schery will als Ortsbürgermeisterin für Althornbach kandidieren.
Miriam Schery will als Ortsbürgermeisterin für Althornbach kandidieren.

„Niemand, der Demokrat ist, darf sich verstecken! Wir müssen rauskommen und präsent sein“, lautete am Sonntag die Botschaft der Ortsvereinsvorsitzenden Ute Klein beim Neujahrsempfang der Althornbacher Sozialdemokraten. Gewissen Leuten, die sich gegenwärtig so breit machten, müsse man Paroli bieten, sagte Klein und meinte damit das braune Gedankengut, das sich gegenwärtig wieder breit mache.

„Als ich vor 35 Jahren richtig aktiv in der SPD wurde, war auch gerade so eine braune Welle im Kommen. Das hat mich dazu bewegt, etwas dagegen zu tun, aber gleichzeitig auch etwas Gutes für den Ort beizutragen“, so Klein. Ihr Amtsvorgänger Willy Schmidt sei ihr lange ein Vorbild gewesen sei. Bei der jüngsten Wahl zum Ortsbürgermeister habe die SPD keinen Kandidaten gestellt, da niemand dazu bereit gewesen sei. Am Sonntag nannte Ute Klein den Namen einer Kandidatin, die dieses Amt gerne übernehmen würde: Miriam Schery, die sich im Anschluss kurz selbst den rund 60 Besuchern vorstellte.

Die 44-Jährige ist Mutter von drei Kindern, stammt aus St. Ingbert und zog 2015 der Liebe wegen nach Althornbach. Miriam Schery ist im Gemeinderat tätig, arbeite seit sieben Jahren als Erzieherin in der hiesigen Kindertagesstätte und hat sich eigenen Angaben zufolge bestens in Althornbach integriert. Wichtig sei ihr das Zusammenleben mit der Familie, die Förderung der Kinder- und Jugendarbeit und die Ortsverschönerung. Sie engagiere sich seit Jahren unter anderem bei den Sternsingern und den Adventsfensteraktionen.

Einen kurzfristigen Besuch stattete Staatsminister Alexander Schweitzer ab, in seiner Rolle als stellvertretender Vorsitzender der SPD Rheinland-Pfalz. Man brauche die Zusammenarbeit und das Engagement aller Bürger, damit es einem Dorf gut geht, meinte er. Dies sei nicht nur Aufgabe des Bürgermeisters oder des Gemeinderates. Jeder könne einen Beitrag dazu leisten. Das Amt des Bürgermeisters nannte Schweitzer eine Kombination aus Spielertrainer, Feuerwehrmann, Sozial- und Gemeindearbeiter; dies sehr positiv und anerkennend gemeint.

Damit das Amt auch gerne ausgeübt wird, bedarf es laut Schweitzer der Unterstützung von Menschen, die mitziehen. Wichtig sei, den Wahlkampf im Sinne eines sportlichen Wettkampfs zu betreiben. Nach der Kommunalwahl müsse man sich noch in die Augen schauen und zusammenarbeiten können. Ein fairer Wettbewerb könne ein Dorf weiterbringen. Unterm Strich gehe es um Demokratie, so Schweitzer. „Zurzeit sind zu viele unterwegs, die mit diesem Land, das wir lieben, etwas vorhaben. Wenn diese Leute sich durchsetzen würden, käme der Zeitpunkt, an dem wir alle dieses Land nicht wiedererkennen würden. Oder wir würden erinnert werden an Zeiten, an die wir uns nicht mehr erinnern wollen. Deshalb müssen Demokratinnen und Demokraten zusammenstehen.“

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