Bruchweiler-Bärenbach Seniorenwohnen im Spießwiesenpark? Rat plant Bürgerentscheid

Der Spießwiesenpark ist weitläufig angelegt und verursacht hohe Kosten für die kleine Gemeinde.
Der Spießwiesenpark ist weitläufig angelegt und verursacht hohe Kosten für die kleine Gemeinde.

Der Gemeinderat Bruchweiler-Bärenbach hat einen Bürgerentscheid zum Spießwiesenpark auf den Weg gebracht. Seniorenwohnen könnte entstehen. Doch im Rat herrscht Uneinigkeit.

Der Spießwiesenpark beschäftigt den Gemeinderat Bruchweiler-Bärenbach seit vielen Jahren. Mit rund 15.000 Quadratmetern gilt die Fläche als zu groß für den Ort und verursacht hohe Pflegekosten. Die Gemeinde sucht daher seit Langem nach Möglichkeiten, den Park pflegeleichter zu gestalten und zugleich stärker zu beleben. Doch der Gemeinderat hat offenbar Schwierigkeiten damit, sich klar für ein Projekt zu entscheiden. Schon 2025 war ein Gastronomieprojekt an den Streitigkeiten im Rat gescheitert.

Nun liegt ein neuer Vorschlag auf dem Tisch: Ratsmitglied Alfons Burkhart brachte das Konzept „Seniorenwohnen und betreutes Wohnen“ der Werkgemeinschaft Landau ein. Eine erste Planungsskizze war im Rat ausführlich vorgestellt worden. Bei den etwa 50 Zuhörern, die im Dezember der Sitzung beiwohnten, war keine klare Tendenz für oder gegen das Projekt zu erkennen gewesen. Eine für die Bürger wohl wesentliche Frage bleibt weiter offen: Was würden die Wohnungen kosten? Bisher handelt es sich lediglich um eine Skizze und Ideensammlung. Der nächste Schritt wäre die Zustimmung zur Realisierung und damit verbunden, der Verkauf des Geländes.

Im Sommer soll es einen Bürgerentscheid geben

„Es ist in der Bevölkerung kein klares Stimmungsbild zu erkennen. Eine hohe Akzeptanz in der Bürgerschaft halte ich aber für sehr wichtig bei so einem Projekt“, sagte Ortsbürgermeisterin Simone Stahl (FWG) und plädierte in der jüngsten Ratssitzung dafür, die Entscheidung durch einen Bürgerentscheid herbeizuführen. Die Wählergruppe Burkhart (WGB) sprach sich klar für das Projekt aus. Die Entscheidung sei Aufgabe des Gemeinderates, man sei aber grundsätzlich offen für die Bürgerbeteiligung und werde sich deshalb dem Bürgerentscheid nicht verschließen.

Die WGB enthielt sich deshalb bei der Abstimmung mehrheitlich. Der Bürgerentscheid wurde mit sieben Ja-Stimmen der Freien Wählergemeinschaft beschlossen. Mit einem Bürgerentscheid ist nach Einhaltung aller Fristen gegen Ende Juni zu rechnen. In seiner nächsten Sitzung will der Rat die konkreten Fragen formulieren.

Gespaltener Gemeinderat: Ein Mitglied tritt zurück

Die Ratssitzung war, wie so oft, geprägt von unsachlichen Äußerungen und gegenseitigen Angriffen einiger weniger Wortführer. Die etwa 20 Zuhörer wurden Zeugen davon, wie sich die Fraktionen im Gemeinderat gegenseitig in ihrer Arbeit blockieren und die Weiterentwicklung des Ortes behindern.

Zum Ende der Sitzung legte Ratsmitglied Albert Laux sein Mandat aus persönlichen Gründen nieder. Laux, der über vier Wahlperioden im Rat saß, sagte: „Eine solche Politik, die Freunde, Familie und ein ganzes Dorf spaltet, will und kann ich nicht mehr mittragen. Persönliches Empfinden und beleidigtes Ego bringen eine Gemeinde nicht weiter. Ich hatte die Hoffnung, dass nach einem Jahr, wenn das Wahlkampfgeplänkel sich gelegt hat, eine auf Zukunft ausgerichtete Politik möglich ist. Das zeichnet sich nicht ab.“

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