Münchweiler Südwestdeutsche Canicross-Meisterschaft: Auf drei Strecken durch den Pfälzerwald

Beim Canicross läuft der Hund vorneweg – der Hundeführer rennt, radelt oder fährt auf dem Scooter.
Beim Canicross läuft der Hund vorneweg – der Hundeführer rennt, radelt oder fährt auf dem Scooter.

Mit rund 80 Helfern organisiert der Hundesportverein Münchweiler seine bisher größte Veranstaltung: die Südwestdeutsche Meisterschaft im Canicross.

Eine sportliche Großveranstaltung steht dem Hundesportverein Münchweiler am kommenden Wochenende bevor. Am Samstag, 14., und Sonntag, 15. März, richtet der Verein die Verbandsmeisterschaft Canicross des Südwestdeutschen Hundesportverbandes (SWHV) aus – und damit die bislang größte Veranstaltung seiner Vereinsgeschichte.

Der Hundesportverein, der im Jahr 2029 sein 50-jähriges Bestehen feiern kann, ist mit rund 500 Mitgliedern der zweitgrößte Verein in der Kreisgruppe 01 beim Südwestdeutschen Hundesportverband. Für die beiden gleichberechtigten Vorsitzenden Gaby Mandery und Silvia Hof bedeutet die Ausrichtung der Meisterschaft eine besondere organisatorische Herausforderung. Unterstützt werden sie von einem fast 80-köpfigen ehrenamtlichen Helferteam. Die Sieger der Verbandsmeisterschaft sind berechtigt, an der deutschen Meisterschaft teilzunehmen, zudem können sich weitere Teilnehmer durch entsprechende Zeiten qualifizieren.

Der Weg zur Ausrichtung der Meisterschaft

Mandery berichtet: „Es gibt sehr viel zu organisieren. Für den Verein ist das die bisher größte Herausforderung. In der Sache ist es für uns das erste Mal, die relativ neue Sportart Canicross zu präsentieren.“ Der Obmann für Turnierhundesport im SWHV habe im Jahr 2025 bei einem Turnier in Münchweiler das Gelände Am Sauweiher sowie die Umgebung besichtigt und die Lage mitten im Pfälzerwald als geeignet für die Meisterschaften bewertet. „Martin Heß war total begeistert“, berichtet Mandery. Er habe gefragt, ob der Verein bereit sei, die Verbandsmeisterschaft auszurichten. „Wir haben hin und her überlegt. Die Veranstaltung war für uns ganz neu. Sie geht, das war uns gleich klar, mit viel Arbeit einher.“ Aber letztendlich habe man sich entschlossen, Ja zu sagen.

Idyllisch inmitten des Pfälzerwaldes gelegen und für den Südwestdeutschen Hundesportverband ein geeigneter Austragungsort: Auf d
Idyllisch inmitten des Pfälzerwaldes gelegen und für den Südwestdeutschen Hundesportverband ein geeigneter Austragungsort: Auf dem Gelände des Hundesportvereins Münchweiler – und drumherum – findet am Wochenende die Südwestdeutsche Meisterschaft im Canicross statt.

Der Aufwand ist erheblich. Wald- und Wegestrecken mussten ausgewählt werden, teils wurden diese mit Unterstützung des Forstamtes Hinterweidenthal freigeschnitten. Entlang der Strecken werden Posten eingesetzt, zudem wird am Sauweiher eine Verpflegungsstation für Mensch und Tier eingerichtet. Dankbar zeigt sich der Verein für die Unterstützung durch den Forst, insbesondere durch Revierleiter Raphael Reischmann, sowie von Ortsbürgermeister Timo Bäuerle. Er packe nicht nur praktisch mit an, sondern übernimmt auch die Schirmherrschaft der Veranstaltung.

Drei verschiedene Strecken

Canicross ist eine Zughundesportart, bei der die Teilnehmer entweder zu Fuß laufen, auf dem Fahrrad sitzen oder einen Dogscooter nutzen. Die Hunde sind über spezielle Zuggeschirre mit dem Hundeführer verbunden. Läufer tragen einen Bauchgurt, bei Fahrrädern und Scootern sind die Leinen mit integrierten Ruckdämpfern an den Lenkern befestigt. Angeboten werden drei Distanzen: eine Kurzstrecke über 1,8 Kilometer, eine Sprintstrecke über 1000 Meter sowie eine Langstrecke über 4,2 Kilometer. Am Anreisetag besteht die Möglichkeit, die Strecken zu besichtigen und sich untereinander auszutauschen.

Info: Canicross

Die Hundesportart Canicross kommt aus Skandinavien. Laut „Ein Herz für Tiere“ ist sie besonders in Belgien, den Niederlanden, Frankreich und Italien verbreitet. Der ziehende Hund wird beim Canicross mit Befehlen von seinem Führer gelenkt, der ihm etwa die Richtung angibt oder ihn anweist, ein Hindernis zu umlaufen.

Bisher liegen 187 Anmeldungen vor, der Verein rechnet mit rund 300 Startern. Einige reisen mit Wohnmobilen an, mit denen sie im Bürgerpark campieren können. Vorgaben zu den Hunderassen gibt es nicht. Es wird von einem bunten Teilnehmerfeld mit Hunden vieler verschiedener Rassen ausgegangen.

Der Start erfolgt an beiden Tagen ab 9 Uhr. Die Kurz- und die Sprintstrecke beginnen am oberen Parkplatz beim HSV-Heim, die Langstrecke startet an der großen Kurve am Konrad-Adenauer-Ring. Am Vereinsheim befindet sich die Meldestelle. Verpflegung gibt es an beiden Tagen im Bürgerhaus. Auch eine Tombola ist geplant.

Der Hundesportverein Münchweiler wurde im Dezember 1979 gegründet und bildet Hunde vom Welpenalter bis zum ausgewachsenen Tier in zehn unterschiedlichen Abteilungen aus. Seit 2017 steht Gaby Mandery an der Spitze des Vereins, dem sie seit 1998 angehört.

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