Kreis Südwestpfalz Reifenberg will keine Parteienlisten

In Reifenberg soll es bei der Gemeinderatswahl dieses Jahr keine Parteienlisten geben. Stattdessen können die Wähler einfach die Namen derjenigen auf einen Zettel schreiben, die sie gerne im Gemeinderat sähen. Es soll aber eine Vorschlagsliste mit Interessenten geben, damit das Ganze nicht zu unübersichtlich wird.

Sowohl die CDU als auch die SPD haben sich entschieden, dieses Jahr keine Listen aufzustellen, wie Bürgermeisterin Michaela Hüther (CDU) und der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Jürgen Schmitt mitteilten. Ganz sicher ist die sogenannte Mehrheitswahl aber noch nicht:

Für 19. März plant Michaela Hüther eine Bürgerversammlung. Dabei sollen die Reifenberger zum einen sagen, welchen Wahlmodus sie bevorzugen. Zum anderen können sich Interessenten melden, die gerne im Gemeinderat mitarbeiten möchten. Markus Reichert von der Verbandsgemeindeverwaltung soll an dem Abend auch erklären, wie die Mehrheitswahl überhaupt funktioniert.

Denn bisher wurde der Reifenberger Ortsgemeinderat mit Parteienlisten gewählt. Die CDU hat acht Sitze, die SPD drei, die FWG einen - wobei der nicht besetzt ist. Nach dem Tod von FWG-Ratsmitglied Joachim Paulus im Sommer 2012 wäre Wolfgang Büffel erster Nachrücker gewesen, aber er nahm den Sitz nicht an. Dafür rückte Hans-Walter Hill nach, der aber schon damals nicht mehr Mitglied der FWG war und mittlerweile nicht mehr in Reifenberg wohnt.

Mehr Kandidaten hatte die FWG 2009 nicht auf ihrer Liste. Fünf Jahre zuvor hatte Hills Ehefrau Barbara noch auf Platz vier kandidiert.

Für Bürgermeisterin Michaela Hüther bedeutet die derzeitige Zusammensetzung, dass sie an der Spitze eines von der CDU-Fraktion dominierten Gemeinderats steht.

Das würde sich bei der Mehrheitswahl ändern - vor allem deshalb, weil es dann gar keine Fraktionen mehr gäbe. Das sei für sie aber kein Grund, die Mehrheitswahl abzulehnen, sagt sie:

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