Ruppertsweiler RHEINPFALZ Plus Artikel Radweg nach Lemberg: LBM startet neuen Anlauf

Der neue Radweg an der K36 wird hier starten und mit einem Fahrbahnteiler sicher über die Straße gebracht. Rechts von der Fahrba
Der neue Radweg an der K36 wird hier starten und mit einem Fahrbahnteiler sicher über die Straße gebracht. Rechts von der Fahrbahn führt der Weg anschließend bis zum Wochenendhausgebiet.

Der Landesbetrieb Mobilität will den Lückenschluss des Radwegs zwischen B10 und Lemberg noch einmal angehen. Dabei soll auch eine Gefahrenstelle wegkommen.

Bereits 2011 war es für den Landesbetrieb Mobilität (LBM) darum gegangen, den Radweg zu vervollständigen. Konkret betrifft das Vorhaben die 2,5 Kilometer lange Strecke von der Einmündung nach Ruppertsweiler über das Gelände des Schützenvereins am Ort vorbei bis zur Auffahrt auf die B10 in Richtung Landau. Für das Planfeststellungsverfahren ist ein 2,5 Meter breiter Radweg vorgesehen, der durch einen Sicherheitsstreifen von der Fahrbahn getrennt wird.

Die K36 soll zwischen der Einmündung nach Ruppertsweiler sowie der Zufahrt zum Wochenendgebiet und der B10 grundhaft erneuert werden. Besonders wichtig ist dem LBM der rund 800 Meter lange Abschnitt, auf dem die Fahrbahn stellenweise nur 5,3 Meter misst. Wegen hoher Geschwindigkeiten kommt es hier oft zu gefährlichen Situationen, vor allem für Radfahrer, heißt es in den Genehmigungsunterlagen. Geplant sind eine verbreiterte Fahrbahn und Aufweitungen in Kurven, wofür der Straßenraum bergwärts um fünf bis zehn Meter erweitert wird.

Der Radweg verläuft zwischen der Zufahrt zum Schützenverein und der zweiten Ortszufahrt an den Wochenendhäusern zunächst auf der rechten Seite. Der Anschluss an den Ort erfolgt über Fahrbahnteiler. An der zweiten Ortszufahrt wird ein weiterer Fahrbahnteiler eingerichtet, weil der Radverkehr dort auf die linke Seite in Richtung Berg wechselt. So ist an der B10-Auffahrt der direkte Anschluss an den vorhandenen Radweg unter der B10-Brücke gewährleistet.

LBM rechnet mit mehr Radverkehr

Die Verkehrsbelastung liegt den Planfeststellungsunterlagen zufolge bei 4200 Fahrzeugen täglich, darunter 104 Lastwagen. Der LBM rechnet mit einem deutlichen Anstieg des Radverkehrs. Lärmschutzmaßnahmen sind nach Einschätzung der Planer nicht erforderlich: Der Tagesgrenzwert von 70 Dezibel werde auf der Ausbaustrecke nicht erreicht. Nur entlang der Straße „Zur Wappenschmiede“ sind bis zu 63,3 Dezibel zu erwarten, in den übrigen Bereichen liegen die Werte darunter.

Als ökologischer Ausgleich ist die Umwandlung von Flächen vorgesehen, die derzeit von der Kanadischen Goldrute, einem invasiven Neophyten, dominiert werden. Durch häufigere Mahd soll die Art zurückgedrängt werden. Zudem soll ein Pappelbestand in standorttypischen Erlenwald umgewandelt werden.

Die Kosten beziffert Marlies Röpke vom LBM auf 2,8 Millionen Euro, die der Landkreis tragen soll. Das Anhörungsverfahren endete am Sonntag, 2. März. Röpke hofft auf zeitnahe Klarheit über mögliche Einsprüche.

Hier sieht der LBM den Knackpunkt: Beim Baurechtsverfahren im Jahr 2011 gab es teils schwere Einwände, die das Projekt lange verzögerten. Der Landkreis hat den Radweg und den Ausbau der K36 bereits vor über 20 Jahren in sein Bauprogramm aufgenommen. Ob ein Erörterungstermin zu den Einsprüchen angesetzt wird, entscheidet die Anhörungsbehörde.

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