Rodalben Planung für die Innenstadtsanierung nimmt Fahrt auf

Auf den Weg gebracht hat der Rodalber Stadtrat jetzt die Planung des Zentrums mit Festplatz zwischen Marienplatz und Haus der Ju
Auf den Weg gebracht hat der Rodalber Stadtrat jetzt die Planung des Zentrums mit Festplatz zwischen Marienplatz und Haus der Jugend.

Der Stadtrat von Rodalben hat am Montag die Planungsleistungen für die Gestaltung eines Festplatzes im Rahmen der Innenstadtsanierung vergeben.

„Wir kommen ein Stück weiter“, kommentierte Bürgermeister Claus Schäfer und mahnte zugleich, weiter „Gas zu geben“. Denn aktuell droht den Rodalbern Gefahr, dass die Frist für die Millionen-Zuschüsse der Innenstadtsanierung nicht eingehalten wird. Die Stadt hat noch vier Jahre Zeit, um ihre Projekte abzuschließen. Das Planungsbüro soll nun konkrete Vorschläge einbringen.

Im Stadtrat und den Fraktionen gibt es viele Ideen, die bisher ungeordnet diskutiert wurden. Vorschläge reichen von einer Konzertmuschel, kleinen Stadtgärten am begehbaren Rodalbufer bis hin zu einem Bewegungsparcours im parkähnlichen Gelände. Andere wünschen sich den Bau einer Veranstaltungshalle mit Bühne und Gastronomie sowie den Bau eines Hotels, um den Tourismus zu fördern und mehr Stellplätze für Wohnmobile zu schaffen.

Ideen für den Festplatz

Der Festplatz solle durch Veranstaltungen Leben in die Innenstadt bringen und den Freizeitwert steigern. Die Stadt- und Landschaftsplaner vom Büro BBP aus Kaiserslautern brachten weitere kreative Ansätze ins Gespräch: eine „Wohlfühlinsel“ in Stadtkernnähe und begehbare Bachläufe unter Pergolas. Sie stellten auch lebenspraktische und nachhaltige Projekte vor, wie die Umgestaltung von Räumen durch „mehr Grün als Beton“ als Reaktion auf den Klimawandel.

Die Finanzen setzen jedoch Grenzen. Das BBP-Team informierte den Stadtrat, dass bei einem mittleren Standard von Kosten in Höhe von 400 Euro pro Quadratmeter zu rechnen sei, was für Rodalben einen Betrag von 2,8 Millionen Euro bedeutet. „Die Planung muss konkret umsetzbar sein“, betonte BBP. Das Ingenieurbüro Dilger soll nun dem Stadtrat bei der Umsetzung helfen. Mit dem Entwurf soll sich dann die aus Ratsmitgliedern gebildete Lenkungsgruppe auseinandersetzen. Über das Zwischenergebnis soll im Stadtrat debattiert und das Endergebnis dann beschlossen werden.

Vor dem ersten Schritt in die dringend notwendige Stadtsanierung hätte ein Stolperstein beinahe das Projekt verzögert. Es bestand Unklarheit darüber, ob die Planungsleistungen nur stufenweise bis zur Genehmigung reichen oder darüber hinaus auch die Bauüberwachung und Ausführung umfassen. Nach längerem Hin und Her entschied der Stadtrat, den Planungsauftrag zu vergeben, um keine weitere Zeit zu verlieren. Die Kosten belaufen sich auf 69.000 Euro.

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