Thaleischweiler-Fröschen Ortsbürgermeister sieht viel Potenzial in Thaleischweiler-Fröschen
Die Verunsicherung wächst, Positionen werden härter, Vertrauen ist keine Selbstverständlichkeit mehr. So hat Thaleischweiler-Fröschens Ortsbürgermeister Florian Auer (CDU) beim Neujahrsempfang der Gemeinde die allgemeine Lage beschrieben. Die Antwort darauf müsse sein: Nicht zu resignieren, sondern sich auf die eigenen Stärken besinnen und solidarisch sein.
Im ländlichen Raum stelle sich in Zeiten des vielfältigen Wandels die Frage nach gleichwertigen Lebensverhältnissen, sagte Auer. Dazu gehörten schnelles Internet, verlässlicher Nahverkehr, ärztliche Versorgung sowie Neubaugebiete mit bezahlbarem Wohnraum. All das brauche es, damit die Menschen im Ort bleiben, sich Firmen ansiedeln. Thaleischweiler-Fröschen habe als Zentrum des ländlichen Raumes enormes Potenzial. Engagierte Menschen und kreative Unternehmer ermöglichten eine stetige Weiterentwicklung.
„Es geht darum, wie wir morgen leben wollen“
Doch manches brauche einfach Zeit, sagte er und nannte als Beispiele die „sehr intensive“ Suche nach dem Standort für eine neue, größere Kindertagesstätte oder die Verschönerung des Bereiches Bahnhofstraße gegenüber der Spielscheune. „Die Neugestaltung des Außenbereichs und der Schmiede ist kein Einzelvorhaben, sondern Teil der Städtebauförderung“, erinnerte Auer. „Es geht um Lebensqualität, um Identifikation mit unserem Dorf und um die Frage, wie wir morgen hier leben wollen“, unterstrich der Ortschef.
Dass dieses Vorhaben mithilfe der Städtebauförderung umgesetzt werden könne, sei sehr erfreulich, auch wenn einige Hürden zu nehmen gewesen seien, sagte Auer. Ein Pluspunkt sei, dass der Zuschuss bereits ausgezahlt sei, was Planungssicherheit bedeute. In enger Abstimmung mit dem Heimatverein wurde die Sanierung der Schmiede auf den Weg gebracht.
Zentrales Thema Hochwasserschutz
Noch immer sei vielen das Pfingsthochwasser von 2024 im Gedächtnis. „Eine der zentralen Zukunftsaufgaben ist daher der Schutz unserer Gemeinde vor den Folgen von Starkregen und Hochwasser“, unterstrich Auer. Wenn die Aufsichtsbehörde das vorliegende Konzept genehmigt habe, sei der Rat gefordert, erste Maßnahmen umzusetzen. „Hochwasserschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe“, ergänzte Auer. Geplant seien auch weitere Straßenausbauten, um die Infrastruktur zu erhalten.
Wichtig für eine starke Dorfgemeinschaft seien die Vereine im Ort, die auch auf vielfältige Weise gefördert werden. 27.000 Euro wurden zum Beispiel im Jahr 2025 an Fördergeldern gewährt, vorrangig, um Flutschäden zu beheben.
Auer nutzte traditionell die Gelegenheit, um ausgezeichnete Sportler zu ehren: Ann-Sophie Becker, Leo Wirth, Amy Mongeau, Jana Rohr, Leandra Weiß, Georg Matheis und Paulina Steiber (alle TV Thaleischweiler) machten mit ihren leichtathletischen Erfolgen die Gemeinde bundesweit bekannt.