Rodalben RHEINPFALZ Plus Artikel Origineller Jahresausblick im Schneegestöber

Origineller Neujahrsempfang: Im Schneegestöber trafen sich am Freitag Stadtrat und Passanten zum Jahresauftakt auf dem Marienpla
Origineller Neujahrsempfang: Im Schneegestöber trafen sich am Freitag Stadtrat und Passanten zum Jahresauftakt auf dem Marienplatz.

Der Rodalber Stadtrat lud zum ersten Mal zum Neujahrsempfang. Der fand im Schneegestöber auf dem Marienplatz statt.

„Ein großes Spektrum von Aufgaben gilt es in den nächsten Monaten zu erledigen“, richtete Rodalbens Stadtbürgermeister Claus Schäfer am Freitag beim originellen Neujahrsempfang des Stadtrats den Blick auf die nächsten Monate: Vor der übriggebliebenen Weihnachtsbude neben der Marienkirche hatte sich fast das gesamte Ratsgremium versammelt, um zum Jahresauftakt im Schneegestöber gut beschirmt gute Wünsche auszutauschen und miteinander und mit Bürgern ins Gespräch zu kommen.

Ein paar Passanten, unter ihnen auch Mitglieder des Förderkreises Seliger Bernhard, nahmen trotz der Kälte und des starken Schneefalls die Einladung zum kleinen Sektumtrunk an. Selbst der Bundestagsabgeordnete Florian Bilic und Landtagsmitglied Christof Reichert (beide CDU) wollten Rede und Antwort stehen. Die Idee für diese Neujahrsrunde im Freien mitten im Stadtzentrum war neu, die dicken Schneeflocken waren nicht einkalkuliert gewesen.

Zeichen der Zusammenarbeit

Das Treffen verstand Stadtbürgermeister Schäfer als „Zeichen der Zusammenarbeit des Rates bei den bevorstehenden wichtigen Aufgaben“. Zugleich sollte es Bürgern Gelegenheit bieten, „in lockerer Atmosphäre“ mit den Ratsmitgliedern in Gespräch zu kommen“. Wegen der winterlichen Wetterumstände ging der gut gemeinte Plan nur zum Teil auf.

In seiner Ansprache bezeichnete Schäfer die gerade in die Vorplanung gebrachte Stadtkernsanierung als das „große Thema“ in der Stadtpolitik des neuen Jahres. Er streifte auch den Umbau der „alten Schule“ zur modernen Kita und den baldigen Ausbau der Schwallbornanlage zum attraktiven Freizeitzentrum. Den Anfang soll die Neugestaltung des Bolzplatzes machen.

Hoffnungen auf Sportstättenförderung

Große Hoffnung setzte er auf die Einbeziehung in das Bundesprogramm zur Sportförderung, konkret auf Zuschüsse für den Bau eines Kunstrasenplatzes in der Lindersbach statt des untauglich gewordenen Hartplatzes und auf Mittel zur Erneuerung der TSR-Sporthalle. „Die Turnerschaft, mit 1400 Mitgliedern der größte Verein in Rodalben und Umgebung, braucht dringend Unterstützung“, sagte Schäfer.

Nachdrücklich forderte Schäfer auch geeignete Stätten zur Durchführung des Kulturprogramms der Gräfensteiner Theaterspiele. Bedingt durch den Ausfall der Heizung in der Turnhalle der Mozartschule mussten das Theatergastspiel des Theaters Witten für Kinder und das Weihnachtskonzert des bayrischen Ensembles „Luz Amoi“ in die Kirche Seliger Bernhard verlegt werden. Infolge des Abrisses der Halle zum Jahresende hin zugunsten eines Neubaus verschlechtert sich die Lage auf Jahre.

Dass alle Fraktionen beim Neujahrstreffen am Freitag vertreten waren, wertete Schäfer als „deutliches Signal des Miteinanders“ mit dem Ziel, sich „gemeinsam für die Stadt Rodalben einzusetzen“. Darauf stießen die Ratsmitglieder an inmitten der immer weißer werdenden Schneekulisse.

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