Herschberg RHEINPFALZ Plus Artikel Neues Ausschreibungsverfahren für Kindergartenbau

 Die ehemalige Schule, in der der Kindergarten untergebracht ist, soll umfassend saniert und modernisiert werden. Statt Außentre
Die ehemalige Schule, in der der Kindergarten untergebracht ist, soll umfassend saniert und modernisiert werden. Statt Außentreppe wird es dann zum Beispiel einen Fahrstuhl geben.

Der Kindergarten in Herschberg steht vor großen Herausforderungen: Nach jahrelanger Planung und anfänglichen Verzögerungen geht es nun um die rechtzeitige Fertigstellung.

Der rote Punkt, der die Baugenehmigung signalisiert, war im Juli vergangenen Jahres da, der Kindergartenbetrieb ist in die benachbarte Mehrzweckhalle umgezogen. Eine Baufirma ist am Kindergarten in Herschberg noch nicht tätig. Die Sanierung und Erweiterung des Kindergartens bleiben offensichtlich genau die unendliche Geschichte, als die Ortsbürgermeister Andreas Schneider (IZH) das Projekt mal bezeichnet hatte.

Bereits in seiner ersten, fünf Jahre dauernden Amtsperiode war der Kindergartenbau ein ständiges Thema für Schneider und den Rat. Mittlerweile läuft Schneiders zweite Amtszeit und der Kindergartenausbau ist weiter Thema. Die Rohbauarbeiten, die ausgeschrieben waren, brachten nur ein Angebot, und das lag deutlich über der Kostenschätzung. Darüber informierte das mit der Planung und Bauüberwachung beauftragte Ingenieurbüro Lang-Merz. Die Folge: Es muss neu ausgeschrieben werden.

Ausschreibung wurde neu zusammengefasst

Es sei aber im Gebäude doch einiges vorangegangen, resümierte Schneider. Eigenleistung, wo möglich, wurde erbracht, sodass das gut 100 Jahre alte Haus nahezu Rohbauzustand erreicht habe. Ende Januar waren die Arbeiten abgeschlossen, um schadstoffbelastete Teile abzureißen, hieß es vonseiten des Ingenieurbüros. Zeitlich hatte es allerdings Verzögerungen gegeben, weil geraume Zeit nicht klar gewesen sei, wo die Stoffe ordnungsgemäß entsorgt werden können. Die Entsorgung sei schließlich gelungen, was die freiwilligen Leistungen ermöglichte.

Weil das einzige Angebot für die Rohbauarbeiten über den erwarteten Kosten lag, habe man geschaut, wo die Kostensteigerung herkomme und habe beschlossen, die Planung im Abgleich mit dem aktuellen Brandschutz etwas zu ändern. Die Ausschreibung werde nun neu – in mehreren Losen – zusammengefasst. Der Aufzugturm, der die Barrierefreiheit herstellt, wird als ein Los genommen. Alle restlichen Rohbauarbeiten werden in einem zweiten Los zusammengefasst. Die Idee ist, dass bestimmte Firmen im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung angefragt werden sollen. Die beschränkte Ausschreibung sei jetzt möglich, sagte Ortsbürgermeister Schneider, weil das Land zu Jahresbeginn die Wertgrenzen angehoben hat. Aufträge bis zu 250.000 Euro könnten nun beschränkt ausgeschrieben werden.

Wichtigster Punkt: Einhaltung der Frist

In einem Gesprächstermin mit der Verbandsgemeindeverwaltung sei noch zu klären, „dass die Gemeinde Bauherr ist. Nicht die Verwaltung“, sagte Schneider. Die Verwaltung schreibt elektronisch aus. Die eine oder andere Firma, die die Gemeinde gerne anfragen würde, beteiligt sich nicht an elektronischen Ausschreibungen. Obwohl diese für Firmen, die sich für Aufträge interessieren, komplett kostenfrei seien, die Unternehmen müssten sich lediglich registrieren. Mancher scheue das dennoch, sagte Schneider, und diese Betriebe wolle die Gemeinde nicht ausschließen. Im Gegenteil: Man wünsche sich, dass diese in Herschberg arbeiten.

Aus Sicht des Ingenieurbüros ist der 31. Dezember 2025 ein ganz wichtiges Datum. Laut Zuschusszusage muss die Arbeit am Kindergarten bis dahin abgeschlossen sein. Sonst laufe man Gefahr, Zuschüsse zu verlieren, da Fristen nicht eingehalten würden. Das sei für ihn aktuell der wichtigste Punkt, sagte Andreas Lang-Merz vom Ingenieurbüro.

Fensterbauarbeiten ausgeschrieben

Wo der Fehler für die zeitlichen Verzögerungen liege, wollte Fabian Mertel (SPD) wissen. Das müsse geklärt werden. Das sei unter anderem Thema im Termin mit der Verwaltung, sagte Schneider. Dort werde auch über die Zuschussfrage und die damit verbundene Frist gesprochen, die mit dem Land zu klären sei.

Parallel zu den Rohbauarbeiten sind bereits die Fensterbauarbeiten ausgeschrieben worden, wurde von Ingenieurseite zum Sachstand mitgeteilt. Auch hier liegt das günstigste Angebot zu hundert Prozent über den geschätzten Kosten. Dieses Gewerk soll gleichfalls noch mal neu ausgeschrieben werden.

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