Dahn Nachruf: Reinhard Schantz aus Dahn war vielfältig ehrenamtlich engagiert
Von 1986 bis 2007 war Reinhard Schantz Vorsitzender der Kolpingsfamilie Dahn. Während alle anderen Kolpingsfamilien im Landkreis aufgelöst werden mussten, ist die Dahner Kolpingsfamilie weiterhin aktiv – nicht nur in Dahn, sondern auch in der gesamten Region. Dazu hat er den Grundstein gelegt, indem er frühzeitig einen Generationswechsel in der Führungsspitze vorantrieb.
Auch in der Pfarrgemeinde Sankt Laurentius Dahn war er viele Jahre engagiert, beispielsweise als Lektor und Kommunionhelfer. Zwölf Jahre lang war er im Pfarrgemeinderat und acht Jahre im Verwaltungsrat. Außerdem vertrat er mehrere Jahre lang das Dekanat Pirmasens im Diözesankatholikenrat des Bistums Speyer .
16 Jahre lang Schulleiter in Busenberg
Ebenso brachte er sich politisch ein: Dem Dahner Stadtrat gehörte er für die CDU rund zehn Jahre an. Auch im Kreisrechtsausschuss war er einige Jahre Mitglied, bevor er knapp fünf Jahre lang als Schöffe am Landgericht Zweibrücken wirkte. Im Jahr 2008 erhielt er die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz.
Nach seiner Hochzeit im Jahr 1962 lebte der gebürtige Dahner bis zum Jahr 1970 im Heimatort seiner Frau Gerti in Klingenmünster, bevor er gemeinsam mit ihr nach Dahn zog. Als Spätberufener studierte Reinhard Schantz Pädagogik für Grund- und Hauptschule an der Erziehungswissenschaftlichen Hochschule in Landau, der heutigen Universität. Er unterrichtete an der Volksschule Silz, der Grund- und Hauptschule Gossersweiler/Stein und an der Volksschule Bruchweiler. An der Grundschule Sankt Georg Busenberg war er 16 Jahre lang Schulleiter.