Karlsruhe/Südwestpfalz Nachruf: Ein Kenner der pfälzischen Stollen und Höhlen

Ist in der vergangenen Woche im Alter von 73 Jahren gestorben: Höhlenforscher Erich Knust.
Ist in der vergangenen Woche im Alter von 73 Jahren gestorben: Höhlenforscher Erich Knust.

Kein Badener war so mit der Pfalz verbunden wie er. In der vergangenen Woche ist der Karlsruher Erich Knust im Alter von 73 Jahren gestorben. Knust war 1963 Mitbegründer der Höhlenforschergruppe (HFG) Karlsruhe.

Von den heute 112 HFG-Mitgliedern kommen viele aus der Pfalz, seit 50 Jahren führte Knust dieses Gruppe. Unter seiner Leitung gab es ab den 1970er Jahren viele forschende Tätigkeiten: Katasterarbeit in Rheinland-Pfalz und im Saarland, chemische und physikalische Analysen von Höhlenwässern, archäologische Grabungen, Vermessung und Dokumentation von Burgbrunnen und alten Gewölbekellern, Katalogisierung der Fauna und Flora in Höhlen und Stollen. Dabei kooperieren die Höhlenforscher national und international mit anderen Höhlenforschern, aber auch mit Fachleuten aus Natur- und Denkmalschutz. Seit 1977 publiziert die HFG ihre Forschungsergebnisse.

Wasserstandsmessung angestoßen

Knust arbeitete im rheinland-pfälzischen Arbeitskreis Fledermausschutz mit und befasste sich mit der Quartiersicherung und -überwachung. Er gründete 2012 den Landesverband für Höhlen- und Karstforschung Rheinland-Pfalz, dem er bis zu seinem Tod vorsaß. Praktisch alle Bergwerksstollen und Gruben in der Südwestpfalz hat Knust vermessen und Pläne von ihnen angefertigt. Besonders hat er sich dem Schaubergwerk in Nothweiler oder der Erzgrube Niederschlettenbach gewidmet. Bis heute währt seine Arbeit zur Wasserstandsmessung im Tiefen Stollen Nothweiler, die vor zehn Jahren von ihm initiiert wurde.

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