Trulben Nachruf: Der langjährige RHEINPFALZ-Mitarbeiter Bernd Danner lebt nicht mehr
Sechs Jahrzehnte war Bernd Danner auf der Hackmesserseite als Chronist unterwegs. Kenntnisreich in der Lokalpolitik, verwurzelt im Vereinsleben und interessiert an kirchlichen Themen. Diese Worte standen auf der Urkunde, mit der die RHEINPFALZ im November Bernd Danner für seinen 60-jährigen Einsatz für seine Heimatzeitung würdigte. Aber diese Worten reichen nicht mal im Ansatz, um den Menschen Bernd Danner zu würdigen, der so viel mehr war als Mitarbeiter der RHEINPFALZ.
„Auf die Anlage nehme ich Bezug“ – wenn eine Mail mit diesen Worten in der Lokalredaktion landete, war klar: Es gibt Neuigkeiten von der Hackmesserseite. Bernd Danner war der Chronist der Hackmesserseite. Er fühlte sich verantwortlich, über die Menschen und das Geschehen dort zu berichten. Es gibt wohl nur wenige Personen, die diesen Landstrich so gut kennen, wie er es tat. In der Redaktion wunderte man sich bisweilen, was er alles wusste und wen er alles kannte. Bei der Recherche kam ihm sicherlich seine offene, den Menschen zugewandte Art zugute. Der ihm eigene feine Humor tat sein Übriges. Bernd Danner interessierte sich für das Gegenüber, fragte nach und schrieb unzählige Artikel. Ordnerweise füllen sie das heimische Arbeitszimmer in Trulben.
Zuverlässig und zugewandt
Den Wandel in der Medienbranche hat er nicht nur miterlebt, sondern problemlos gemeistert. Schrieb er anfangs noch Texte auf der Schreibmaschine und entwickelte die dazugehörigen Fotos selbst, war es für ihn irgendwann selbstverständlich, Artikel und Bilder digital zu übermitteln. Trotz des Wandels blieb eine Konstante: Der begeisterte Wanderer war zuverlässig. Wenn er einen Text ankündigte, konnte sich die Redaktion darauf verlassen, dass er rechtzeitig da war. Keine Selbstverständlichkeit angesichts der vielfältigen Hobbys und Interessen, die Bernd Danner pflegte. Wichtig waren ihm zudem seine Familie: Ehefrau Ursula, die drei Kinder und die Enkelkinder. Der Glaube spielte für ihn eine wichtige Rolle. Dabei war Bernd Danner nie frömmelnd, sondern ein im besten Sinne aufgeschlossener Katholik.
Sein Herz schlug für die Familie. Sein Herz schlug für das Ehrenamt. Sein Herz schlug für das Wandern. Sein Herz schlug für die RHEINPFALZ. Nun schlägt Bernd Danners Herz nicht mehr. Er wird fehlen.
Ein feiner Mensch
Ich habe Bernd Danner zuletzt im November gesehen. Wir ehrten ihn damals für seine 60-jährige Mitarbeiterschaft für die RHEINPFALZ. Die Krankheit, die von seinem Körper Besitz genommen hatte, sah man ihm da schon an. Beim wie immer herzlichen Abschied lächelte Bernd Danner mir zu. Dieses Lächeln und seine zugewandte Art werden mir in Erinnerung bleiben. Die Redaktion trauert um Bernd Danner. Er war ein feiner Mensch. In Gedanken sind wir bei seiner Familie.
