Rodalben Nach Trägerwechsel: So läuft es bei der Rodalber Kleiderbörse
Der Erlös wurde nun an gemeinnützige Einrichtungen, hauptsächlich in der Südwestpfalz, gespendet. Das Engagement der sechs Helferinnen hat sich gelohnt. Jeden Montag von 16 bis 18 Uhr treffen sich Anita Büllesbach, Danny Bucher, Emine Dupont, Esther Hahn, Renate Nikola und Helga Schally in dem gemieteten Gebäude in der Hauptstraße 135, um Kleiderspenden entgegenzunehmen und die abgegebenen Kleidungsstücke zu sortieren. Für den Verkauf öffnet die Kleiderbörse alle zwei Wochen ihre Türen; immer dienstags, ab 15.30 Uhr.
Hier gibt es Bekleidung für Jung und Alt sowie Kinder- und Babyartikel, Schuhe, Decken und Kissen, Haushaltswaren, Dekoprodukte und Spielzeug. „Der Bedarf ist groß“, sagt Esther Hahn und betont, dass sich nicht nur Migranten, sondern auch viele deutsche Mitbürger in der Kleiderbörse mit passender Ware versorgen. Die Artikel werden zu Preisen von 50 Cent bis zu 2,50 Euro abgegeben. Bei festlicher Kleidung können die Preise auch höher liegen. Das Einzugsgebiet erstreckt sich von der Vorderpfalz bis zur Gegend um Kaiserslautern.
Beide Seiten loben Zusammenarbeit
Esther Hahn lobt die Zusammenarbeit mit der Dahner Kolpingsfamilie und deren Vorsitzendem Harald Reisel. Im Herbst ging die Trägerschaft von der Pfarrgemeinde an die Kolpingsfamilie. Die stehe beratend zur Seite und übernehme entlastende Aufgaben wie die Kontoführung. „Wir verstehen uns, alles klappt prima“, freut sich Hahn. Auch Harald Reisel sieht das neue Miteinander positiv. „Die Helferinnen aus Rodalben wurden als Mitglieder in die Kolpingsfamilie aufgenommen. Sie leisten Sozialarbeit ganz im Sinne von Adolph Kolping und setzen dessen Denken in die Tat um“, erklärt Reisel. Überall dort, wo Menschen geholfen werde, finde Kolpings Werk seine Fortsetzung. Die Kolpingsfamilie Dahn, die einzige noch verbliebene im Landkreis Südwestpfalz, betreibt eine Kleiderstube und schnürt Lebensmittelpakete für Bedürftige. Außerdem bietet sie zunehmend Mitgliedern aufgelöster Kolpingsfamilien eine neue Heimat.
„Die Arbeit macht Spaß“, berichtet Esther Hahn, „wir sind mit Herz und Seele dabei und wünschen uns Verstärkung im Team“, da wie so oft die Nachrücker fehlen. Die Kleiderbörse biete „sozial verantwortliches Tun und eine tolle Gemeinschaft“.
Die Spenden aus dem vergangenen halben Jahr gingen an Kitas, den Hort in Rodalben, den Kinderschutzbund Pirmasens, Tafeln, Hospizeinrichtungen, das Uganda-Projekt von Ludwig Heim in Münchweiler, die Kinderkrebshilfe Homburg und die Straßenambulanz in Würzburg, zu der ein Kontakt über einen aus Rodalben stammenden Pater besteht. Dazu wurden Trägereinrichtungen im Landkreis unterstützt, die sich für Bedürftige einsetzen.