Ruppertsweiler RHEINPFALZ Plus Artikel Nach Rücktritt von Ortsbürgermeister Heid: Fraktion „Wir für Ruppertsweiler“ übt Kritik

Ist überraschend als Ortsbürgermeister zurückgetreten: Herbert Heid. Nun äußert sich eine Fraktion aus dem Gemeinderat dazu.
Ist überraschend als Ortsbürgermeister zurückgetreten: Herbert Heid. Nun äußert sich eine Fraktion aus dem Gemeinderat dazu.

Die Fraktion „Wir für Ruppertsweiler“ wirft dem zurückgetretenen Ortsbürgermeister Herbert Heid Aufgabenverschleppung und Untätigkeit vor.

Daniel Germann, Fraktionssprecher von „Wir für Ruppertsweiler“, wird konkret: „Unvorbereitete Ratssitzungen, teils konfus wirkende Sitzungsleitung“, lauten einige der Vorwürfe an den zurückgetretenen Ortsbürgermeister. „Mit dem Resultat, dass in Ruppertsweiler in seiner Amtszeit wenig bis nichts vorangegangen ist“, heißt es in der schriftlichen Stellungnahme der Fraktion.

Germann nennt als Beispiele die Sanierung der Ruppertshalle, die Neugestaltung des daneben liegenden Bolzplatzes und das Voranbringen des Förderprogramms Regionales Zukunftsprogramm. Den Bürgern sei aufgefallen, dass die Gemeinde an vielen Stellen ungepflegt erscheine, und sie fragten sich, warum der Ortsbürgermeister nichts ändere, heißt es in der Stellungnahme.

„Der Ton wurde rauer“

Immer wieder sei Heid darauf vom Rat angesprochen und ermahnt worden, seine Aufgaben ordnungsgemäß wahrzunehmen, betont Germann. Dazu gehöre auch die Beantwortung von Anfragen, die oftmals unzureichend oder gar nicht bearbeitet worden seien. Germanns Fazit: „Er hat seine Aufgaben als Bürgermeister nicht richtig wahrgenommen.“ Ebenfalls überrascht habe Germann zur Kenntnis genommen, dass Heid ursprünglich nach zwei Jahren von seinem Amt habe zurücktreten wollen: „Davon haben weder der Rat noch die Beigeordneten gewusst.“

Heid sei zu zwei vereinbarten Terminen zur Vorbereitung einer Bürgerversammlung zur Sanierung der Ruppertshalle nicht erschienen. Die Absage sei erst kurz vor den Terminen erfolgt. Von Anfang an habe Heid durch die Beigeordneten und Ratsmitglieder Unterstützung erfahren. „Dazu war der Rat nicht mehr bereit, und deshalb wurde der Ton auch rauer“, bekennt Germann.

Heid äußert sich nicht zu den Vorwürfen

Weiter heißt es in der Stellungnahme: „Die Passivität Heids war maßgebend, dass die Zusammenarbeit zunehmend schwerer wurde.“ Zu Beginn seiner Amtszeit habe Heid die Mitarbeit des Rates und der Beigeordneten erhalten. „Ihm wurde in vielen Bereichen in den vergangenen beiden Jahren Unterstützung angeboten“, stellt Germann klar.

Der Gemeinderat sichere den Bürgern zu, die Aufgaben wahrzunehmen, die in den kommenden drei Monaten bis zur Neuwahl anfallen. Auch darüber hinaus werde sich der Gemeinderat bis zum Ende der Amtszeit von fünf Jahren für den Ort einsetzen. Herbert Heid hatte sein Amt zum 15. April niedergelegt. Zu den Vorwürfen der Fraktion „Wir für Ruppertsweiler“ will er sich nicht mehr äußern.

Den Artikel über Herbert Heids Rücktritt finden Sie hier.

x