Bechhofen/Lambsborn RHEINPFALZ Plus Artikel Nach 20 Jahren neuer Anlauf für einen Radweg, der die Grenze überwindet

Nun soll er endlich angegangen werden, der Radweg zwischen Bechhofen und Lambsborn. Möglicherweise verläuft er größtenteils rech
Nun soll er endlich angegangen werden, der Radweg zwischen Bechhofen und Lambsborn. Möglicherweise verläuft er größtenteils rechts, am Wald entlang im Lambsborner Tal. Am Freitag trafen sich (von links) Landtagsabgeordneter Daniel Schäffner, die Verbandsbürgermeister Erik Emich und Björn Bernhard, Bürgermeister Rudi Molter, Bechhofens CDU-Vorsitzende Angelika Küttner, Bürgermeister Paul Sefrin, Ideengeber Roland Becker und Landtagsabgeordneter Christoph Gensch in Bechhofen, um sich die Sache vor Ort anzuschauen.

Gefahrlos auf einem Radweg von Bechhofen nach Lambsborn radeln? Was vor 20 Jahren nicht geklappt hat, soll nun wahr werden. Hierzu wollen die Bürgermeister, unterstützt von zwei Landtagsabgeordneten, an einem Strang ziehen. Anders als zur Jahrtausendwende soll der Radweg nicht an der Straße entlang führen, schlägt Lambsborns Bürgermeister Rudi Molter vor. Es gibt außerdem Neuigkeiten zu einem Radweg nach Homburg.

Einig waren sich am Freitagnachmittag alle Anwesenden. Paul Sefrin, Bürgermeister von Bechhofen, und sein Amtskollege aus Lambsborn, Rudi Molter, wollen, wie die Verbandsbürgermeister Björn Bernhard (Zweibrücken-Land) und Erik Emich (Bruchmühlbach-Miesau), einen Radweg von Bechhofen nach Lambsborn. Unterstützung hierfür suchen sie bei den Landtagsabgeordneten: Christoph Gensch für Zweibrücken-Land und Daniel Schäffner für Bruchmühlbach-Miesau. Der Radweg würde nicht nur zwei Verbandsgemeinden verbinden, sondern auch zwei Landkreise: die Südwestpfalz mit Kaiserslautern.

Es ist kein klassischer Lokalpolitiker, der das Thema neu belebt hat. Roland Becker wohnt in Lambsborn, wuchs in Bechhofen auf, ist ein Freund von Björn Bernhard und hat sich an die Arbeit gemacht, alle für den Radweg Einzubindenden an einen Tisch zu kriegen. Die haben sich am Freitagnachmittag zum Ortstermin und zur Ideensammlung versammelt.

„Gerade in touristischen Gebieten, wie es Bechhofen und Lambsborn werden wollen, wäre es schön, wenn wir einen Radweg hätten“, ist Becker überzeugt. Er erinnerte an einen Versuch, diesen Radweg schon einmal vor gut 20 Jahren in die Realität umzusetzen. Der Plan scheiterte aus verschiedenen Gründen. Unter anderem sei die damalige Planung, von der Verkehrsführung betrachtet, unsinnig gewesen, erinnert sich Rudi Molter. Seitdem habe man Becker gesagt, „das kannst du vergessen“. Aber die Zeit habe sich geändert, und „ich sehe hier auf der Straße immer wieder Radfahrer und Jogger in höchster Gefahr“.

Nie seien die Voraussetzungen für den Radwegebau besser gewesen als jetzt, sind sich alle einig. Diese Einigkeit sei das Mittel zum Erfolg, ist Daniel Schäffner, Landtagsabgeordneter aus Mackenbach, überzeugt. Er forderte, in Sachen Radweg schnell die Landesregierung zu informieren. „Denn es dauert noch eine Weile, bis der angeschoben wird. Wichtig ist, dass die in Mainz wissen, dass der Radweg politisch sehr gewollt ist.“

Doch wo soll er entlangführen? Wie finanziert werden? Rudi Molter hat einen Vorschlag: „Unsere Grundidee ist, den Radweg nicht entlang der Straße zu führen. In unser Dorferneuerungsprogramm habe ich einen Gehweg eingebracht. Der geht vom Haus Heideblick in der Mitte, wo die Lambsborner Grenze ist, nach Lambsborn; in Richtung Kläranlage. Bechhofen hat vom Ortsausgang in Richtung Wald schon einen Radweg. Dann muss man über die Landstraße, um weiter nach Lambsborn zu kommen.“

Molters Vorschlag, den Radweg im Lambsborner Tal am Wald entlang zu führen, bietet zudem einen Vorteil: „Dieser Wanderweg, den ich schon im Dorferneuerungsprogramm eingebracht habe, wird zu 80 bis 90 Prozent bezuschusst. Durch dieses Programm können wir auch Gelder für den Radweg bekommen.“ Paul Sefrin hält es für denkbar, dass der neue Radweg bereits ab Ortsausgang Bechhofen am Wald entlang geführt werden könnte, nicht erst ab Lambsborn.

Neuigkeiten gibt es laut Björn Bernhard auch zu einem Radweg, der Bechhofen an Homburg anbindet, also ans Saarland: „Wir haben Gespräche mit der Stadt Homburg und dem Saarpfalzkreis geführt. Man will uns in deren Radwegeprogramm aufnehmen. Es geht um einen Radweg, der von Bruchhof nach Bechhofen führt. Auch das Kirrberger Tal soll ausgebaut werden. Der Ministerpräsident des Saarlandes, Tobias Hans, hat uns seine Hilfe zugesagt. Der Saarpfalzkreis plant, eine Saarpfalz-Tour. Von Bruchhof über Sanddorf. Dort schließen wir uns an. Am Hundeplatz geht es dann rüber, in Richtung Bechhofen. Das wird dann ein naturbelassener Weg, kein geteerter.“

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