Kreis Südwestpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Kneipen-Zoff mit Pfefferspray: Richterin stellt Verfahren gegen Auflage ein

Pfefferspray löst schwere Augenreizungen aus.
Pfefferspray löst schwere Augenreizungen aus.

Nach einem Kneipenstreit in Rodalben setzt ein 24-Jähriger Pfefferspray ein. Das Amtsgericht Pirmasens stoppt das Verfahren – vorerst.

Wegen des Einsatzes von Pfefferspray bei einem verbalen Streit hat sich ein 24-Jähriger vor dem Amtsgericht Pirmasens verantworten müssen. Die Staatsanwaltschaft warf ihm gefährliche Körperverletzung vor.

Vor Gericht schilderte der Angeklagte den Ablauf so: Bereits zwei Wochen vor dem Tattag habe sein späterer Kontrahent in einem Club in Pirmasens eine Schlägerei provozieren wollen, beide seien jedoch von der Security hinausbegleitet worden. Der Konflikt habe sich dann im März 2025 in einer Kneipe in Rodalben fortgesetzt. Dort habe ihm der andere etwas nachgerufen, es sei zu gegenseitigem Schubsen gekommen, woraufhin er Pfefferspray ins Gesicht des Gegenübers gesprüht habe. Schläge habe es keine gegeben, betonte der 24-Jährige.

Das Abwehrspray trage er seit einem früheren Übergriff bei sich, erklärte der Angeklagte. Als möglichen Hintergrund des Streits vermutete er die Beziehung zu der Cousine seines Kontrahenten. Die Familie seiner Freundin „mag den auch nicht“, sodass man selten aufeinander treffe. Seit dem Vorfall habe er seinen Alkoholkonsum deutlich reduziert.

Die Richterin stellte das Verfahren gegen den berufstätigen 24-Jährigen vorläufig ein. Zahlt er 400 Euro an den „Pakt für Pirmasens“, wird das Verfahren endgültig eingestellt. Andernfalls kommt es zu einer neuen Verhandlung.

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