Herschberg
Kita-Umbau in Herschberg holt auf: Land verlängert Frist bis Jahresende
Die Umbauarbeiten an der Kita in Herschberg liegen nur noch rund vier Wochen hinter dem Bauzeitenplan. Damit konnte ein Teil der zuvor verlorenen Zeit aufgeholt werden. Zwischenzeitlich war der Verzug so groß gewesen, dass die Rückzahlung von Zuschüssen drohte. Diese Sorge ist vom Tisch: Das Land hat die Frist zur Fertigstellung verlängert.
„Wir haben einiges ausgemerzt“, blickt Thomas Schatton von der Bauabteilung der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben auf die nervenaufreibenden Phasen des Umbaus zurück – inklusive Reibereien zwischen beteiligten Firmen. Diese Unstimmigkeiten hatten wesentlich zum Verzug beigetragen. „Aber jetzt liegen wir ganz gut“, sagt Schatton.
Land hat Aufschub gewährt
Die Gemeinde hat vom Land mehr Zeit erhalten, die Arbeiten abzuschließen. Bis Jahresende soll die Kita fertig sein. Besonders erfreulich sei, dass der Schlussverwendungsnachweis erst Mitte 2027 vorliegen muss, befindet Schatton. Das verschaffe zusätzliche Luft. „Da ist uns das Ministerium entgegengekommen“, sagt er.
Der aktualisierte Bauzeitenplan des Planungsbüros sieht den Abschluss bis Jahresende vor. An einigen Stellschrauben müsse noch gedreht werden, erklärt Schatton. Ziel sei, den Bau nicht erst in der letzten Dezemberwoche zu übergeben. Im Plan sei noch Puffer vorhanden, dennoch müsse man bei einigen Arbeiten das Tempo erhöhen.
Der Rohbau ist nahezu fertig. Bis Ende Mai sollen alle Fenster eingebaut sein. Im Altbau sind sie bereits eingesetzt, es folgen die Fenster im Anbau und im Mai im Fahrstuhlturm, erläutert Ortsbürgermeister Andreas Schneider (Initiative Zukunft Herschberg, IZH). Das Dach werde spätestens in vier Wochen fertiggestellt. Für die Dacharbeiten und die vom ausführenden Betrieb vorgeschlagenen Lösungen gab es großes Lob. Verzögerungen entstanden durch das Wetter und weil beim Dach auf den Rohbau gewartet werden musste.
Zudem zeigte sich, dass der Kamin, an den die Heizung angeschlossen ist, im oberen Bereich so marode war, dass dieser Abschnitt komplett neu aufgebaut werden muss. „Das ergibt sich, wenn man im Bestand ausbaut“, sagt Schatton. Nun startet der Innenausbau. Der Rat hat die Planung für Heizung, Lüftung und Sanitär an das Büro Lang-Merz vergeben.
Gemeinderat plagt sich mit Entscheidungen
Die Entscheidung fiel einigen Ratsmitgliedern nach den Schwierigkeiten der Vergangenheit nicht leicht. Da die Bauabteilung der Verbandsgemeinde das Projekt inzwischen eng begleitet und die Vergabe empfohlen hat, folgte der Rat der Empfehlung – auch, um Zeit zu sparen. Bereits im Vorfeld wurden laut Schatton zentrale Punkte geklärt. So bleibt die zwölf Jahre alte Ölheizung im Gebäude und wird durch eine moderne Wärmepumpe ergänzt. Die Detailplanung läuft, vieles ist vorbereitet. Bis Monatsende soll vergeben werden.
„Wichtig ist, dass wir den Schwung der vergangenen drei Monate beibehalten. Dann bin ich optimistisch, dass wir bis Jahresende fertig werden und ordnungsgemäß abrechnen können“, sagt Schatton. Positiv sei, dass die anstehenden Gewerke nicht mehr vom Rohbauer abhängig seien, ergänzte Schneider. Hier hatte es Verzögerungen gegeben.
Wie sich die Angebote preislich entwickeln, lässt Schatton offen. „Aktuell explodieren die Preise“, weiß er. Es bleibe abzuwarten, ob Firmen überhaupt Angebote abgeben oder ob ein Auftrag wirtschaftlich noch darstellbar ist. Große Gewerke wie Dach und Rohbau laufen bereits und sind nahezu abgeschlossen.