Althornbach Hoffnung auf baldigen Kita-Ausbau

Der Ausbau der protestantischen Kita Storchennest soll möglichst im April beginnen.
Der Ausbau der protestantischen Kita Storchennest soll möglichst im April beginnen.

Der Ausbau des Althornbacher Kindergartens gleicht einer fast unendlichen Geschichte. Seit Dezember, so Ortsbürgermeister Bernd Kipp, hat die Gemeinde die Baugenehmigung für den Anbau. Er hofft auf einen Baustart im April.

Derzeit seien die ersten Gewerke für den Ausbau des Kindergartens in der Ausschreibung. „Es geht also hoffentlich bald los“, sagt Kipp – wohlwissend, dass der Anbau schon lange im Verzug ist. Bereits 2018 wurde beschlossen, dass der Kindergarten ausgebaut werden soll. Mehrere Faktoren haben das Vorhaben jedoch ausgebremst: die Kommunalwahl im Jahr 2019, die Idee, die angrenzende Schule als Kita-Erweiterung umzubauen, die Corona-Krise und letztlich, dass der Kreis lange für die Bearbeitung der Baugenehmigung gebraucht hatte. Und auch bei den Kosten erwartet Kipp eine erneute Preissteigerung, Grund hierfür sind die ohnehin in allen Branchen steigenden Kosten. Zuletzt waren für die Erweiterung des Gebäudes rund eine Millionen Euro kalkuliert worden. Den größten Batzen davon hätte Althornbach bezahlt. Das Land gibt 150.000 Euro dazu, der Kreis 159.000 Euro. Mauschbach und Dietrichingen zahlen ebenfalls dazu, weil aus beiden Dörfern die Kinder nach Althornbach in den Kindergarten gehen. Mauschbach gibt 150.000 Euro dazu, Dietrichingen 50.000.

Offen, wie es mit Trägerschaft weitergeht

Und noch eine Frage ist weiterhin ungeklärt: die Trägerschaft. Bislang ist dafür die evangelische Kirche zuständig. Weil diese sich jedoch nicht am Ausbau beteiligen will, kam in der Vergangenheit die Idee auf, der Kirche die Trägerschaft zu entziehen. Dann reiste Verbandsbürgermeister Björn Bernhard durch die einzelnen Gemeinderäte und warb mit der Idee eines Kita-Verbundes durch die Verwaltung. Dieser Idee hat sich Althorbach grundsätzlich angeschlossen. Heißt: Sollte die Kirche nicht mehr länger Personalträger sein und tritt Bernhards Kita-Verbund ab 2023 in Kraft, so könnte bald die Verwaltung zuständig für den Althornbacher Kindergarten sein. „Das müssen wir aber noch abwarten. Das kommt ganz darauf an, was die (gemeint: die evangelische Kirche) zahlen wollen“, sagt Kipp.

Gerda Huber, sie leitet den evangelischen Kindergarten-Verbund Zweibrücken, will die Althornbacher Trägerschaft weiterhin in kirchlicher Hand sehen. „Wir haben keine Ambitionen, die Trägerschaft an die Ortsgemeinde abzugeben“, sagt Huber. Allerdings wolle sie derzeit nicht um die Zukunft des Althornbacher Kindergartens spekulieren, die Trägerschaftsverträge mit der Kirche laufen noch. „Ich beschäftige mich derzeit gar nicht mit der Frage um die Trägerschaft.“

Auch der Altbau wird umgebaut

Der Anbau soll einen weiteren Gruppenraum samt Nebenraum bieten. Hinzu kommen Eingangsbereich, Ruheraum, Sanitär- und Wickelbereich mit barrierefreiem WC, Büro, Besprechungsraum, Personalraum, Wirtschaftsraum für die Heizung und eine neue Küche. Die Nutzfläche beträgt insgesamt rund 270 Quadratmeter. Zudem wird der Altbau umgebaut. Nur so können zum einen die gewünschten Kindergartenplätze geschaffen, zum anderen aber auch die neuen Leitlinien des Kindergartengesetzes eingehalten werden. Zu den Leitlinien gehören vor allem Schlaf- und Essensmöglichkeiten für alle Kindergartenkinder. Im Altbau wird die bisherige Küche zu einem Nebenraum umfunktioniert und die Garderobe zu einem Büro und Wickelraum. Auch die Toiletten werden erneuert.

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