Bitsch
Halloween: In Lothringen sind die Zombies los
Am wildesten treibt es der Veranstalter „Bêtes & Sorcières“, also Bestien und Hexen, in der früheren Maginotfestung Simserhof unter dem Titel „Festung der Apokalypse, die zweite Welle“. Die Saison im Simserhof ist offziell am 21. September beendet worden. Seitdem bauen die Helfer von „Bêtes & Sorcières“ ihren Parcours des Schreckens auf.
800 Meter der unterirdischen Stollenanlage, die noch so eingerichtet ist, wie sie in den 1930er Jahren als Verteidigungsanlage gedacht war, wurden in ein Seuchenlabor mit Krankenstation umgewandelt. Die Veranstalter haben das Szenario einer absolut tödlichen Seuche entwickelt und im vergangenen Jahr die Besucher „zur Sicherheit“ in den Bunker bringen wollen, wo jedoch alles nur noch schlimmer wurde. Mehr als 5000 Besucher haben sich laut Pascal Leichtnam, einem der Organisatoren, das Spektakel im Simserhof im vergangenen Jahr angesehen.
Schaurige Szenen
Das Szenario für dieses Jahr sieht die Öffnung des Bunkers vor, um nachzusehen, wie es um die im vorigen Jahr zurückgelassenen Kranken steht. „Die Situation schien unter Kontrolle, allerdings …“, so die Werbung für die Veranstaltung. Bewaffnete Männer in Uniform, Personal in Seuchenschutzanzügen und viele als Zombie geschminkte Kranke treiben sich in den Gängen rum. Den Besuchern wird das Fieber gemessen, es geht durch Sicherheitsschleusen, Schüsse ertönen und in allen Ecken wird geschrien. Dazu kommen Feuereffekte und Blitzlichter.
Die Halloween-Veranstaltung im Simserhof ist auch gedacht, um die Besucherzahlen der defizitären Einrichtung in die Höhe zu treiben und die Rentabilität etwas zu verbessern. Das unterirdische Spektakel ist derart gestaltet, dass die Veranstalter nur Besucher ab 16 Jahren zulassen. Menschen mit Herzproblemen, Epilepsie oder Schwangere dürfen nicht rein.
Gruselkabinett in der Zitadelle
Etwas weniger wild, aber auch nicht geeignet für Kinder unter zwölf Jahren ist die Veranstaltung auf der Zitadelle. Dort wurde auf dem Plateau ein Halloween-Dorf mit Verpflegungsständen aufgebaut. In den unterirdischen Gängen wurden 20 Räume als Gruselkabinett gestaltet. Hier wird versprochen, dass „Untote“ in den Nächten um Halloween ihr Unwesen treiben. Am Sonntag, 26. Oktober, soll es sogar einen Familientag geben, zu dem dann Kinder ab sieben Jahren mit reindürfen. In früheren Jahren wurden auf der Zitadelle bis zu 13.000 Besucher gezählt.
Info
Der Eintritt im Simserhof beträgt 18 Euro. Geöffnet ist am Freitag und Samstag, 24. und 25. Oktober, sowie am Freitag und Samstag, 31. Oktober und 1. November, jeweils von 18 bis 23.30 Uhr.
Der Eintritt zur Zitadelle beträgt 19 Euro. Geöffnet ist am Freitag, 24. Oktober, von 19 bis 23.30 Uhr, am Samstag, 25. Oktober, sowie am Freitag und Samstag, 31. Oktober und 1. November, jeweils von 18 bis 23.30 Uhr sowie am Sonntag, 26. Oktober, von 16 bis 21 Uhr.
Für die Zitadelle und den Simserhof werden warme Kleidung empfohlen, da es unter der Erde nur rund neun Grad Celsius warm ist.