Kreis Südwestpfalz Hager-Werk baut an, Aldi will größer werden

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Der Webenheimer Ortsrat hat in seiner Sitzung am Mittwochabend seine Zustimmung zur Erweiterung zweier Unternehmen erteilt: der Firma Hager und des Aldi-Einkaufsmarkts. Außerdem beschloss das Gremium, dass der Zaun am Spielplatz erneuert werden soll.

Die bestehenden Bebauungspläne für das Industriegebiet Auf Scharlen zwischen Webenheim und Mimbach soll geändert werden, damit die Firma Hager eine Kantine und ein neues Verwaltungsgebäude (wir berichteten am 10. August) errichten kann. Der Ortsrat befürwortete das Ansinnen ohne Gegenstimme. Gleiches gilt für den Bebauungsplan Bliesaue, Zweiter Bauabschnitt: In der Nachbarschaft des Bauernfestgeländes will sich der Lebensmittel-Discounter Aldi vergrößern. Geplant ist der Abriss des bestehenden Marktes und dessen Ersatz durch einen größeren Neubau. Auch diesem Vorhaben stimmte der Rat ohne Gegenstimme zu. Das Ortsratsmitglied Bernhard Schunck monierte, dass die Turnhalle endlich saniert werden müsse. Doch diesem Ansinnen attestierte Ortsvorsteher Mathias Krey eine Erfolgsaussicht, die „gegen Null“ strebe. „Wenn die das in Blieskastel nicht wollen, dann gibt es nichts“, meinte Krey. In Biesingen stehe die Hölschberghalle schon kurz vorm Zuschließen. Ins Freizeitzentrum würden 1,5 Millionen Euro gesteckt. „Alle Hallen sind schon mal saniert worden, nur in Webenheim gab es außen noch keinen Pinselstrich“, beklagte Krey – und wurde im Ortsrat prompt dahingehend verbessert, dass es vor 30 Jahren doch schon einmal eine Sanierungsmaßnahme gegeben habe – nämlich am Schwingboden. Trotzdem machte Krey weiter seiner Unzufriedenheit Luft: Das Dach hätte längst schon gemacht und mit Solarzellen bestückt worden sein sollen. Dies hätte auch längst schon bezahlt sein können. Immer schlechter geworden sei der Zaun am Webenheimer Spielplatz, berichtete der Ortsvorsteher. Durch Umwidmung des Ortsratsbudgets, das man für eine Verkehrsinsel hatte einsetzen wollen, will Krey nun 7000 Euro für den Zaun in den Haushalt einstellen. Dazu werde ein Zuschuss über 2000 bis 2500 gebraucht. Vorgesehen sei ein grüner Doppelstabmattenzaun – 130 Meter lang und gut 1,20 Meter hoch. 5 600 Euro habe die Stadt Blieskastel dafür veranschlagt. Um die Entsorgung des alten Zauns soll sich der städtische Bauhof kümmern. Matthias Krey geht von einer Woche Bauzeit aus. Der Rat sprach sich einstimmig dafür aus. Für das Haushaltsjahr 2019 hat der Ortsvorsteher für den Stadtteil Webenheim Gelder eingestellt, mit denen unter anderem ein Beamer sowie eine weitere Verkehrsinsel für 2000 Euro angeschafft werden sollen. 4000 Euro sind für ein öffentliches Vordach, 500 Euro für Kleinteile auf dem Friedhof und 2000 Euro für Instandhaltungsmaßnahmen am Ehrenmal eingeplant. Sollte auf die zweite Verkehrsinsel verzichtet werden, könne man das dafür eingestellte Geld für eine Beleuchtung am Glascontainer-Standplatz verwenden. Außerdem, so Krey, könnte womöglich noch in diesem Jahr ein Bordstein an der Bushaltestelle abgesenkt werden, um sie behindertengerechter zu machen.

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