Leute aus der Nähe RHEINPFALZ Plus Artikel Höheischweiler: Eine Woche modeln am Roten Meer

In dieser orientalischen Kulisse präsentiert sich Karin Wadle als Dame.
In dieser orientalischen Kulisse präsentiert sich Karin Wadle als Dame.

Arbeiten, wo andere Urlaub machen – dieser Traum erfüllte sich Ende Januar für Karin Wadle. Denn die Höheischweilerin weilte sieben Tage in Ägypten, wo sie als Model Mode für eine Zeitschrift präsentierte. In Szene setzte sie dabei der Fotograf Torsten Ulrich Galts, der schon für große Magazine arbeitete und in Landau eine Boutique betreibt.

Hurghada in Ägypten, eine Touristenhochburg am Roten Meer, war das Ziel Wadles. Untergebracht war die zehnköpfige Gruppe – drei weibliche und zwei männliche Models, Visagistinnen und Fotograf Galts – im Meraki-Ressort, einer Hotelanlage im Bohemian Style. „Es war Luxus“, erzählt Wadle. Auch wenn sie in den Tagen nicht viel Freizeit hatte. Gearbeitet wurde von morgens um 7 bis nachmittags um 16 Uhr, „dann wurde es dunkel“.

Den Fotografen Torsten Ulrich Galts hat Wadle vor drei Jahren bei der Mrs.-Germany-Wahl kennengelernt, wo er für die Choreographie zuständig war. „Er hat schon für große Zeitschriften fotografiert und ist tief im Modebusiness drin“, erzählt die 45-jährige Mutter zweier Kinder. Die beiden kamen ins Gespräch, noch 2017 folgte eine gemeinsame Modenschau, „es hat sich ein bisschen ein freundschaftliches Verhältnis entwickelt“, sagt Wadle. Sie harmoniere gut mit Galts, das Team stimme, es folgte einige gemeinsame Sachen, etwa ein Magazinshooting in Portugal.

Zu kühl zum Baden

In Ägypten wurden Fotos für ein Magazin gemacht, das nicht nur Mode präsentiert, sondern in dem auch Reisetipps und Rezepte zu finden sind. Ursprünglich sei geplant gewesen, auch einmal in die Wüste zu fahren. Das war dann aber nicht nötig. „Die Anlage und die direkte Umgebung boten so abwechslungsreiche Kulissen“, erzählt Wadle. In Hurghada hätten angenehme Bedingungen geherrscht. „Die Temperaturen waren angenehm zum Arbeiten, aber zum Baden war es zu kühl. Und nachts war ich froh, die dicke Winterjacke dabei zu haben“, ergänzt sie. Trotz der Arbeit, „diese Reise hatte schon ein bisschen Urlaubscharakter. Am letzten Tag hatten wir dann noch Freizeit, da war ich am Strand“. Von Land und Leuten hat sie aber nichts gesehen.

Ein Shooting wie das in Ägypten sei immer noch etwas besonderes. „Von der Größe her mache ich so etwas nicht jeden Monat“, erzählt Wadle, „höchstens dreimal im Jahr.“ Häufiger werde sie tageweise oder für halbe Tage gebucht, reise dann auch mal nach Belgien, Luxemburg oder Frankreich. Zu den exotischeren Zielen gehörte in der Vergangenheit Rumänien. „Ich war beeindruckt über die guten Internetverbindungen dort“, erzählt sie. Für den Job in Hurghada musste sie sich recht kurzfristig entscheiden, Anfang Januar sei der Anruf gekommen. Eine kurze Vorlaufzeit sei in ihrem Job nicht ungewöhnlich, gerade wenn die Aufträge von Agenturen kommen.

Nicht auf jeden Job springen

Mit ihrem Modeljob ist Wadle zufrieden. Weil sie noch als Sport- und Gesundheitstrainerin arbeitet – „ich bin die Pilates-Tante“, sagt sie lachend –, ist sie finanziell nicht vom Modeln abhängig. Es bleibe noch genügend Zeit für die Familie, im Schnitt modele sie vier Tage im Monat. „Das reicht mir auch“, sagt sie. „Ich bin super im Geschäft, ich muss nicht jeden Job machen, ich kann entscheiden, ob ich das mache, oder ob ich lieber die Finger davon lasse“, bemerkt Wadle. Am liebsten führt sie nachhaltig produzierte Mode vor, es müsse zu ihrem Typ passen, sie wolle in ihrem Job authentisch bleiben.

„Regionale Sachen liegen mir sehr am Herzen. Ich freue mich immer, wenn aus der Region Aufträge kommen“, erzählt sie. An die Aufnahmen mit Harald Kröher für die Südwestpfalz Touristik erinnert sie sich gerne zurück. „Das hat Spaß gemacht. Und ich hab’ gemerkt, wie schön es bei uns ist“, fügt Wadle an. „Ich bin ein Naturkind und gerne draußen an der frischen Luft“, sagt Wadle. Sie mag Jobs, bei denen sie lachen darf. Und wenn sie Sommermode präsentieren kann, die Leichtigkeit und Fröhlichkeit ausstrahlen, oder wenn sie mal die Dame spielen darf, dann weiß sie, dass das genau ihrem Traumjob entspricht.

Karin Wadle mag Jobs, bei denen sie lachen darf. Am Strand von Hurghada durfte sie das.
Karin Wadle mag Jobs, bei denen sie lachen darf. Am Strand von Hurghada durfte sie das.
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