Kreis Südwestpfalz Gute Chancen auf Lehrstellenmarkt

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Für Schulabgänger, die den klassischen Weg der Berufsausbildung in Industrie, Handel oder Handwerk gehen wollen, waren die Chancen vielleicht noch nie so gut wie jetzt. In der Westpfalz, dem Bezirk der Agentur für Arbeit Kaiserslautern/ Pirmasens, blieben zum Ende des Ausbildungsjahres 249 Lehrstellen unbesetzt. Lediglich 121 Azubi-Bewerber kamen nicht zum Zug.

„Wir wissen, dass sich der Markt von einem Überangebot an Bewerbern zu einem Mangel gewandelt hat. Das heißt aber nicht, dass die Zahlen aus Sicht der Betriebe alarmierend sind“, sagte Hans-Joachim Omlor, Leiter der Arbeitsagentur Kaiserslautern/Pirmasens, gestern bei der Bilanz des Ausbildungsjahres 2014/15. Seit Oktober vorigen Jahres hatten sich 4088 Schulabgänger bei der Agentur als suchend gemeldet, das waren 164 weniger als im Vorjahreszeitraum. 3967 fanden einen Lehrherrn oder hatten am Stichtag 30. September etwas in Aussicht. Die westpfälzischen Betriebe meldeten im selben Zeitraum 3116 Lehrstellen - nur vier weniger als im Jahr davor. Allerdings blieben zehn mehr unbesetzt. „Wir sind im Trend aller drei pfälzischen Agenturen. Die Betriebe wissen, dass sie ihre Fachkräfte selbst ausbilden müssen und akzeptieren auch zunehmend eher schwächere Bewerber. Insgesamt, wegen geringerer Schülerzahlen, stehen weniger zu Verfügung“, so Omlor. Es gelte die duale Ausbildung als zukunftssichere Berufsalternative zum Studium ins Bewusstsein der Schulabgänger und Eltern zu rücken. Die Arbeitsagentur unterstützt Ausbildungsbetriebe seit dem 1. Mai. Schwächere Lehrlinge können vor, während und nach der Lehrzeit von Sozialpädagogen begleitet werden. Ziel ist es, die 25-prozentige Abbrecherquote zu mindern. Finanziert wird das Programm „Assistierte Ausbildung“ von der Agentur. 90 Betriebe, hieß es gestern, hätten Bedarf angemeldet. 30 könne man 2015 Hilfe zukommen lassen, im nächsten Jahr könnten es doppelt so viele sein. In den westpfälzischen Städten und Kreisen sieht Omlor bei der Ausbildungsbilanz wenig Auffälliges. Am 30. September waren im Kreis Kaiserslautern noch 17 Bewerber ohne Lehrstelle, im Kreis Kusel 9 und in der Südwestpfalz 46. Für die kreisfreien Städte vermeldet die Agentur folgende Zahlen: Kaiserslautern 16, Pirmasens 13, Zweibrücken sieben. Die Zahl der zu vergebenden Lehrstellen ging in Pirmasens am stärksten zurück, um 44 oder 11,3 Prozent. In Zweibrücken waren es 10,5 Prozent (31) mehr, in Kaiserslautern 2,1 (23) weniger. Die Zahlen für die Kreise: Kaiserslautern plus 1,5 Prozent (sechs), Kusel plus fünf Prozent (12), Donnersbergkreis plus 0,8 Prozent (3), Südwestpfalz plus 3,2 Prozent (11). (cps)

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