Rodalben
Glasfasertechnik für Rodalben: Was die Kunden von der Firma Mawacon erwarten dürfen
„Rodalben braucht Glasfaser“: Mit dieser Maßgabe hat sich Stadtbürgermeister Claus Schäfer an die Firma Mawacon (Eisenberg) gewandt, mit der zuvor schon die Stadt Pirmasens Kontakt aufgenommen hatte. Der Kooperationsvertrag ist zwar noch nicht geschlossen und Thema der Stadtratssitzung am Mittwoch, 29. April. Dennoch ist für Rodalben bereits eine Feinplanung erarbeitet worden, zudem liegen die Genehmigungen der Bundesnetzagentur und größtenteils auch des Tiefbauamts vor, wie Projektmanager Heiko Schmidt erläuterte. Nun gehe es noch um faire Absprachen mit der Kommune in einem Kooperationsvertrag.
Im Gegensatz zu den „Global Playern“, die nur „Projekte anpacken, die sich unmittelbar lohnen und schnell Rendite einfahren“, baue Mawacon ohne Vorvermarktung, betonte Schmidt. Die dafür vorzufinanzierenden Investitionen seien aus Sicht des Unternehmens wirtschaftlich und zudem unumgänglich. Denn die alten Kupfernetze, die zum Beispiel Zwischenstationen mit Energiestößen bedürften, würden unaufhaltsam abgeschaltet – nicht zuletzt, weil sie immer teurer würden.
Firma ist in Rodalben mit Büro präsent
Mawacon habe mittlerweile über 65 Gemeinden in der Pfalz mit Glasfaser ausgestattet. Die Stadt Pirmasens habe bereits zugesagt, Rodalben solle möglichst Mitte Mai in trockenen Tüchern sein. Im Zuge des Ausbaus werde Münchweiler wohl mit angebunden, auch Clausen habe angefragt. Schmidt sagte, Mawacon sei jeweils dort, wo die Firma tätig sei, mit eigenem Personal präsent. So habe man in der Mozartstraße 20 in Rodalben bereits ein Büro eingerichtet, das werktags besetzt sei und den Kunden offen stehe.
Schmidt machte keinen Hehl daraus, dass sich „die Maßnahme auf Dauer natürlich rentieren soll“. Schließlich liege die Investitionssumme „im mittleren einstelligen Millionenbereich“. Er verwies darauf, dass Highspeed-Internet im privaten Bereich, vor allem aber aus geschäftlicher Sicht mit Blick auf Homeoffice zunehmend unverzichtbar sei. Die neue Technik sei energieeffizient, wartungsarm und kaum zu zerstören – außer von Naturkatastrophen. Sie ermögliche bei einer Bandbreite von 100 bis 1000 Megabit (MB) nicht nur schnelles Surfen, sondern sorge auch für stabile Internetverbindungen. Schmidt nannte ein Beispiel: „Eine sechsköpfige Familie kann problemlos gleichzeitig surfen, streamen, HD-Filme sehen sowie Videokonferenzen führen und die Smart-Home-Technik bedienen.“
Tarifwechsel künftig per App möglich
Ein Standardvertrag von Mawacon beinhaltet das 100-MB-Paket, das leistungsstärkste Komfortpaket liefert 1000 MB. Die Vertragskonditionen könne der Kunde später selbstständig steuern, über eine App verändern und sich eigenständig in einen anderen Tarif schalten. Mawacon verlege Glasfaser in allen Straßenzügen und stellt nach der Aktivierung auf Wunsch kostenlos den Hausanschluss her. Das geschehe durch Verlegen einer dünnen Piperöhre aus einem Leerrohrverband. Für den Hausanschluss müsse ausgehend vom Verteiler ein schmaler Graben gezogen werden. Allein mit einer „Erdrakete“ zu arbeiten, könne riskant sein – zumal dann, wenn im Umfeld noch andere Leitungen lägen. Die Öffnung, die gebohrt werden müsse, werde wieder verklebt.
Bis zu 15 Metern Länge sei die Verbindungsleitung kostenlos. Gleiches gelte auch für den Glasfaseranschluss nach der Aktivierung. Wer zu einem späteren Zeitpunkt einsteigt, muss dagegen Anschlusskosten zahlen. In den ersten zwölf Monaten werden zudem keine Gebühren fällig. Verträge können ab sofort geschlossen werden. Laut Planung ist vorgesehen, dass Mawacon Mitte November mit den Arbeiten startet. Rund drei Monate später könnten dann die ersten Kunden die Glasfasertechnik nutzen. Begonnen werden soll auf dem Haustel, in der Mozartstraße und Umgebung. Binnen eines Jahres soll die gesamte Maßnahme abgeschlossen sein.
Infos
Telefon 0176 46127022, Internet www.mawacon.eu, E-Mail info@mawacon.eu.