Nothweiler Gewinn trotz ausgefallener Holzernte im Nothweiler Gemeindewald
Revierleiterin Susanne Rolland vom Forstamt Wasgau berichtete in der Gemeinderatssitzung am Dienstag von einer Seltenheit. 2024 wurde nämlich im Gemeindewald kein Holz geschlagen. Das habe verschiedene Gründe gehabt, so Rolland. Einer davon sei gewesen, dass im vergangenen Jahr kein Holzvollernter zu bekommen gewesen sei.
Die vorgesehene Holzmenge sei jedoch zwischenzeitlich kompensiert: 2023 seien 200 Festmeter mehr als vorgesehen, und im laufenden Jahr 400 Festmeter mehr eingeschlagen worden. Die Nachhaltigkeit sei jedenfalls gewährt. Der Jahresabschluss im Gemeindewald belaufe sich auf plus 19.900 Euro, auch dank des Zuschusses aus dem Programm klimaangepasstes Waldmanagement in Höhe von jährlich 28.000 Euro.
Der Wirtschaftsplan 2025 sieht eine Holzernte an der Abichtshalde, am Kappelstein und der Lichthalde vor. Daneben ist eine größere Verkehrssicherungsmaßnahme entlang der K46 geplant, insgesamt etwas über 1000 Festmeter. Bei einem Ertrag von 74.661 Euro wird in diesem Jahr ein Gewinn in Höhe von 10.616 Euro erwartet.
Rolland informierte anschließend über das Programm Natura 2000. Damit soll der biologische Zustand der Wälder weiter verbessert werden. In der Gemeinde wurde eine Fläche von 5,3 Hektar in der Schauffelshald und Buchhalde ausgewiesen, auf welchen etwa 180-jährige Kastanien stehen. Die Gemeinde verzichtet nun dort in den nächsten zehn Jahren auf eine Bewirtschaftung und will damit den Bestand der Bechstein-Fledermaus sichern.