Schmitshausen RHEINPFALZ Plus Artikel Geld vom Land: Das hat Schmitshausen mit 43.000 Euro vor

Der Schmitshauser Holz-Aussichtsturm im Abendlicht.
Der Schmitshauser Holz-Aussichtsturm im Abendlicht.

Schmitshausen erhält 43.000 Euro vom Land. Geplant sind Sanierungen und neue Angebote – doch ohne freiwillige Hilfe geht es nicht.

Das Rosendorf Schmitshausen wird aus dem Regionalen Zukunftsprogramm des Landes Rheinland-Pfalz fast 43.000 Euro erhalten. Diese sollen für verschiedene Baumaßnahmen zur Verbesserung des Dorfbildes und der Wohnqualität in Anspruch genommen werden. Die Gemeinde selbst muss noch 39.000 Euro investieren, um die Vorhaben durchzuführen.

Trotz aller Freude über die finanzielle Zuwendung mahnte Ortsbürgermeisterin Sabrina Engel an, dass für die Umsetzung einiger Vorhaben die Unterstützung freiwilliger Helfer notwendig ist, denn keine der geplanten Maßnahmen ist durch die Mittelzuweisung des Landes umfassend finanziert. Es werde die Eigeninitiative der Gemeinde und ihrer Bürger erwartet, wenn man sein Dorfbild und vorhandene Einrichtungen durch die Sanierungen wieder auf Vordermann bringen wolle. Die Gemeinde hat einen Maßnahmenkatalog aufgestellt, der in den Jahren 2026 und 2027 abgearbeitet werden soll. Deshalb sei es notwendig, dass schon jetzt festgelegt wird, was man sofort anpacken kann, um die Fördergelder auch entsprechend dem Antrag in Anspruch nehmen zu können.

Dach der Bushaltestelle ist undicht

Zur Stärkung des touristischen Angebotes soll der Aussichtsturm am alten Wasserbehälter erneuert werden. Er ermöglichte über Jahre den Blick über die Sickinger Höhe, wo man jedes Dorf an seiner Kirche oder dem Wasserturm erkennen konnte. Bei gutem Wetter waren selbst die höchsten Erhebungen des Schwarzwaldes zu sehen. Wanderer, Radfahrer, Besucher aus den europäischen Partnergemeinden und Jugendgruppen haben die Möglichkeit des Rundumblicks über die Naturlandschaft gerne genutzt, sagten die Ratsmitglieder. Darum müsse man sich um den Erhalt dieses Anziehungspunktes kümmern, wo man einen Zuschuss von 11.000 Euro erhält. Veranschlagt ist die Durchführung der Maßnahme mit 25.000 Euro.

Das Dach der Buswartehalle am Oskar-Scheerer-Platz soll erneuert werden. Es ist undicht und erfülle seinen Zweck nicht mehr. Hierfür gibt es eine Kostenschätzung von 6000 Euro. Die Zuwendung des Landes beträgt hier 5000 Euro, sodass die Restsumme weitgehend in Eigenleistung erbracht werden könnte. Aufstellen möchte man dort auch noch eine digitale Informationstafel über das erste Rosendorf Deutschlands, die Europagemeinde und ihre Erholungsangebote. Der Dorfbrunnen an dieser Rosenanlage in der Dorfmitte soll in dieser Gesamtmaßnahme ebenfalls saniert und verschönert werden. Beim alten Denkmal am Ortsausgang nach Reifenberg soll eine Blumenwiese eingesät und ein Insektenhotel aufgestellt werden, um den dörflichen Lebensraum aufzuwerten.

Kurzfristig anschaffen möchte der Ortsgemeinderat eine Informationstafel, die am Ortseingang aus Wallhalben kommend dabei helfen soll, Raser abzubremsen. Auch der ausfahrende Verkehr würde in diesem Bereich zu schnell aus dem Ort hinausrasen. Hierfür reiche jedoch der angesparte gemeindliche Betrag von 1500 Euro nicht aus. Deshalb hofft man auf angeschriebene Spender, die die Restsumme für den Kauf aufbringen sollten.

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