Schmitshausen Forstamt hofft auf nassen Sommer: So viel will Schmitshausen mit Holz verdienen

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Ohne Frost wird die Holzernte zur Herausforderung. Preise für Holz sind zwar so gut wie selten, doch der Wald braucht dafür etwas Essenzielles.

Regen und immer wieder Regen benötigen unsere Wälder, wenn sie auch in Zukunft noch ihre unverzichtbare Erholungsfunktion und den ausreichenden Rohstoff Holz liefern sollen. Revierleiter Hermann Gries aus Knopp-Labach verdeutlichte dem Rat, dass die Sorgen um einen gesunden Wald nur dann abnehmen werden, wenn das Wurzelwerk immer mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt ist. Alle anderen wichtigen Begleitmaßnahmen der Forstleute, um den Naturwald vor dem belastenden Klimawandel zu schützen, hätten nur dann eine hohe Erfolgsquote, wenn der Wasserhaushalt in der Natur stimmt. Deshalb seien die vielen Niederschläge im vergangenen Herbst und Winter für die Vitalität des Waldes vorteilhaft gewesen, so die Ausführungen des Revierleiters auf die Frage des Rates, wie es dem Schmitshauser Wald geht. Das Forstamt hofft, dass längere Trockenphasen im Jahresverlauf ausbleiben, denn die brächten allen Baumarten große Probleme. Eine ständig ausreichende Feuchtigkeit im Wurzelwerk würde dem Wald eine wichtige Verschnaufpause nach den dramatischen Hitzesommern schenken, erklärte Gries.

Durch die veränderte Wetterlage sei der Holzeinschlag schwierig, da der einst typische anhaltende Bodenfrost in der Winterzeit wiederholt fehle. Bei wirklichem Winterwetter wären die Holzarbeiten wesentlich einfacher zu erledigen. Außerdem würden bei einem hartgefrorenen Waldboden viel weniger Schäden entstehen, was vor allem auch für die Waldwege gelte, wo das Holz zur Abfuhr mit schwerem Gerät hingerückt und gelagert wird. Darum sind 6000 Euro im Forsthaushalt für die Wegeunterhaltung eingeplant. Die Förster hoffen auf einen normalen Verlauf des Sommers, in dem es keinen Wassermangel gibt.

Schonender Holzeinschlag nur nach Bedarf

Nach dem Forstwirtschaftsplan ist ein Holzeinschlag von 680 Festmetern geplant. Davon werden 580 Festmeter zu gegenwärtig guten Preisen verkauft, erläuterte Revierförster Gries. Trotz der großen Schäden durch den Borkenkäfer in den vergangenen Jahren hätte Schmitshausen noch einige wertvolle Fichtenbestände, wo man immerhin 270 Festmeter Stammholz für die Bauwirtschaft einschlagen konnte. Der Verkaufspreis sei gegenwärtig so hoch, wie es Gries in seinen mehr als 40 Berufsjahren noch kaum erlebt habe. Gefällt werden noch 240 Festmeter Buche, 40 Festmeter Douglasie und Lärche, dazu 100 Festmeter Eiche. Es werden nur die Holzmengen eingeschlagen, die auch tatsächlich von den Sägewerken aufgekauft werden.

Für die Waldpflege in den Jungbeständen, die Naturverjüngung, Wildschutz und Verkehrssicherung sind 9000 Euro veranschlagt. Für die Berufsgenossenschaft, Steuern, Versicherungsbeiträge und die Beförsterung des Waldes durch das Land werden 10.000 Euro benötigt. Für ein klimagerechtes Waldmanagement erhält die Ortsgemeinde erneut einen Zuschuss von 10.000 Euro, hob Gries hervor. Diese Zuwendung aus Bundesmitteln wird vermutlich mit dem Jahr 2026 noch nicht enden.

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