Schmitshausen
Feuerwehr-Großübung: Worauf es bei einem Einsatz ankommt
Bei dem Feuerwehreinsatz in Schmitshausen handelte es sich nicht um einen Notfall, sondern um eine Großübung. Kurz vor 15 Uhr löste Schmitshausens stellvertretender Wehrführer Maik Hampel, der die Übung auch angesetzt und geplant hatte, den ersten Alarm aus. Bereits nach fünf bis zehn Minuten war die Schmitshausener Feuerwehr am Ort des Geschehens, dem Dorfgemeinschaftshaus. Es folgten die Wehren aus Wallhalben und Winterbach. Nach dem Zweitalarm rückten dann die Wehren aus Maßweiler, Reifenberg, Rieschweiler-Mühlbach, Thaleischweiler-Fröschen, Weselberg und Zweibrücken mit der Drehleiter aus. 14 Fahrzeuge der Feuerwehren waren im Einsatz, dazu drei Krankenwagen.
Die ausgerückten 80 Einsatzkräfte sahen sich einem Szenario gegenüber, in dem mehrere Personen im Dorfgemeinschaftshaus vermisst waren. „So eine Übung haben wir bis dato noch nicht gemacht“, erklärte Maik Hampel. Ziel war es, diese Personen aus dem brennenden und verqualmten Gebäude zu retten; durch die Fenster des Obergeschosses mit den Steckleitern sowie aus dem Dachgeschoss mit der Drehleiter. Andere Personen mussten im Erdgeschoss gefunden und mit Hilfe einer sogenannten Flammschutzhaube bei schlechter Sicht ins Freie und zur medizinischen Versorgung verbracht werden. Diesen Herausforderungen hatten sich die speziell ausgebildeten Atemschutzgeräteträger zu stellen. Daneben galt es, noch zwei mehr oder weniger große Brandherde zu löschen, die Hampel vor und hinter dem Dorfgemeinschaftshaus entzündet hatte.
Wehrleute wissen nichts von der Übung
Idealerweise läuft eine Übung genauso ab wie bei einem echten Alarm, das heißt, die Wehrleute wissen im Vorfeld nichts davon. Eine Großübung spiegelt einen Großeinsatz wider, und ob es sich um einen solchen handelt, wird vor Ort entschieden. Maßgeblich sind dabei etwa, wie stark der Brand ist, um welches Gebäude es sich handelt oder wie viele Personen vermisst werden. Welche Wehren dann alarmiert werden, ist festgelegt. Nach der Besprechung sagte Maik Hampel, dass es „im Gesamtergebnis eine sehr gelungene Einsatzübung war, alles hat sehr gut funktioniert“.