Rumbach Familie Hagen saniert altes Rumbacher Anwesen – ein Projekt mit Herausforderungen

Haben sich Großes vorgenommen: Tanja und Dariush Hagen stecken viel Eigenleistung in ihr Neues Zuhause, in dem auch der Fliesenl
Haben sich Großes vorgenommen: Tanja und Dariush Hagen stecken viel Eigenleistung in ihr Neues Zuhause, in dem auch der Fliesenleger-Meisterbetrieb von ihm und ein kleiner Friseursalon von ihr unterkommen soll.

Ein Großprojekt mit viel Eigenleistung: Familie Hagen renoviert ein altes Rumbacher Gehöft. Die Kombination aus Wohn- und Arbeitsort ist ein langersehnter Traum.

Dariush und Tanja Hagen haben sich viel vorgenommen. Seit April 2025 renovieren sie ein altes Gehöft in der Hauptstraße in Rumbach. Bis zum Einzug wird es noch dauern. Beide sind selbstständig – sie als Friseurin, er als Fliesenlegermeister. Sie wollen ihren Traum verwirklichen, unter einem Dach zu wohnen und zu arbeiten. Das Anwesen soll Platz bieten für die sechsköpfige Familie, den Fliesenlegerbetrieb des Bauherrn und einen kleinen Friseursalon seiner Frau. Im Garten gibt es genügend Platz für den Gemüseanbau, zum Grillen sowie zum Toben für die Kinder.

Dariush Hagen ist begeistert von den alten Mauern und der Geschichte des Gehöfts. Er zeigt einen großen Raum im Obergeschoss, der früher als Frühstücksraum einer Pension genutzt wurde; das Ambiente wirkt, als sei die Zeit in den 1970er-Jahren stehen geblieben. „Das lassen wir genau so, das hat seinen eigenen Retro-Charme und ist ein perfekter Raum für Familienfeiern“, schwärmt der Bauherr.

Rumbach ist der Heimatort von Dariush Hagen

„So alte Häuser haben irgendwie Charakter, wo es ging und gepasst hat, haben wir die alte Substanz und Gestaltung beibehalten“, sagt Hagen. Den Großteil der Arbeiten übernimmt er neben dem laufenden Betrieb in Eigenleistung. Sein Arbeitstag hat derzeit schon mal bis zu 20 Stunden und auch die Wochenenden gehen drauf. Doch der Unternehmer, der drei Angestellte in Voll- und Teilzeit beschäftigt, ist voller Tatendrang und Elan.

Er freut sich darauf, wieder nach Rumbach zu ziehen, er aufgewachsen ist. „Das ist schon super, hier zu wohnen, jeder kennt jeden. Wenn man zum Johannismarkt will, kann man zu Fuß hinlaufen“, erzählt er. Ein altes Haus zu kaufen, war schon immer sein Traum.

Das Haus ist zwar nicht denkmalgeschützt, trotzdem hat er von Anfang an häufig den Kontakt zum Bauamt gesucht und Fördergeld beantragt. Vorgaben wurden gemacht für die Fenster, das Dach, die Haustür, den Hof, die Fassadenfarbe, den Putz und den Sockel.

Unstimmigkeit mit Bauamt: Ein Gespräch bringt die Lösung

„Es ist ja im Interesse des Ortes, dass man sich an die Satzung hält, und auch in meinem Interesse, denn bei so einem großen Projekt tut eine Förderung der Baukasse ganz gut“, sagt Dariush Hagen. Doch das, was er an Mehrkosten in Kauf nehmen musste, um die Vorschriften zu erfüllen, übersteige bei weitem die Fördersumme.

Unstimmigkeiten und Missverständnisse mit dem Bauamt hätten ihn zusätzlich einiges an Kraft gekostet, berichtet der junge Mann. Es habe dann ein konstruktives Gespräch mit dem Leiter des Bauamtes und dem Rumbacher Ortsbürgermeister gegeben und eine Lösung sei gefunden worden.

„Doch wenn ich das alles vorher gewusst hätte, hätte ich auf die Förderung verzichtet und das Haus so renoviert, wie ich es wollte“, sagt der Bauherr. Beispielsweise wollte er weiße Fenster einbauen. Doch vom Bauamt sei die Weisung gekommen, dass diese grau sein müssten – obwohl in der Ortssatzung keine Farben vorgeschrieben sei. Nun sind die Fenster innen weiß und außen grau – ein erheblicher Kostenmehraufwand. „Das ist nur ein Beispiel, was mich viel Geld und Nerven gekostet hat“, erzählt Dariush Hagen.

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