Hauenstein
Erster Almauftrieb: Alpenländisches Flair am Hauensteiner Paddelweiher
Das war eine gelungene Premiere mit alpenländischem Flair rund um die Weideflächen im Hauensteiner Queichtal. „Warum soll man gute Dinge nicht machen?“, sagte Ortsbürgermeister und Landwirt Steffen Mellein. Bei schönstem Maiwetter war er am Wochenende schnell vom Denken zum Handeln gekommen und der erste Viehauftrieb in Hauenstein wurde zu einem großen Erfolg. Wolfgang Seibel, der durch seine publikumswirksamen Aktionen bekannt ist, begrüßte das Experiment auf seine Weise: „Du denkst, du bist in Bayern oder in der Schweiz, aber du bist am Paddelweiher in Hääschde.“
Mellein ist in Hauenstein nicht nur Ortsbürgermeister, sondern seit Jahren auch Halter einer derzeit rund 30-köpfigen Rinderherde. Vor kurzem wurde er darüber hinaus mit seiner Familie Pächter der Paddelweiher-Gastronomie im Queichtal, wo ein Teil seiner Herde die Sommermonate über auf der Weide steht. Auf der Suche nach einem werbewirksamen Fest, um den Tourismus anzukurbeln, sei ihm die Idee mit dem Viehauftrieb gekommen. Die Aktion sei auch in den Folgejahren eine „gesetzte Option“. Bisher weideten die Rinder „still und heimlich“, zur Freude der Wanderer im idyllischen Queichtal.
Leitkuh mit Blumenschmuck dekoriert
Nun aber gab es ein farbenprächtiges Frühlingsspektakel. Vier Mutterkühe mit dem blumengeschmückten Leittier und vier Kälbchen – in der Folgezeit kommen noch mehr dazu – wurden nach bayerischem Vorbild von Lederhosen-Burschen und Dirndl-Frauen vom Parkplatz am Paddelweiher auf dem Uferweg in Richtung des Weidelands am Ende des kleinen Sees geleitet. Das wurde umrahmt von den Original Hääschdner Alphornbläsern Boris Keiser, Philipp Graf und Thomas Wolf.
Obwohl für die Premiere kaum geworben worden war, standen die Schaulustigen eng beisammen. Am Ende des Weihers wurde die Herde auf die grüne Sommerweide geführt, wo sie bis in den späten Oktober oder November bleiben wird. Mellein schmiedet schon die nächsten Pläne: „Es wird wohl im späten Herbst auch eine Premiere des Viehabtriebs geben, verbunden mit einem zünftigen Oktoberfest.“