Rodalben RHEINPFALZ Plus Artikel Ende des Wartens auf den Aldi?

Wo der Aldi-Markt hinkommen soll, hat der Abbau der Hallen auf dem Gelände der früheren Gärtnerei Peifer begonnen. In Rodalben w
Wo der Aldi-Markt hinkommen soll, hat der Abbau der Hallen auf dem Gelände der früheren Gärtnerei Peifer begonnen. In Rodalben wartet man nun auf grünes Licht für den Bau.

Die Hallen auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei Peifer am Horberg werden gerade abgebaut. Es sieht so aus, als würde das Gelände vorbereitet für den Bau des Discounters Aldi, worauf die 7000-Einwohner-Stadt Rodalben als Grundzentrum für die Verbandsgemeinde schon seit fast vier Jahren wartet.

Offiziell aber liegt noch keine Verlautbarung vor. „Was aktuell geschieht, läuft auf privater Ebene ab“, sagte Stadtbürgermeister Claus Schäfer auf Anfrage. „Rodalben wartet auf den Aldi-Markt“, weiß Schäfer. Das Angebot des Discounters sieht er als „Bereicherung“, der zusätzliche Markt belebe das Einkaufszentrum an der Zweibrücker Straße. Seiner Einschätzung nach würden Kunden die „konzentrierte Geschäfts-Vielfalt“ durchaus nutzen.

Aber eben diese Bündelung von Geschäften am Stadtrand stellte ein Hindernis dar, das erst einmal auszuräumen war. Die besondere Schwierigkeit bestand darin, dass der Bau des Discounters einer Sondergenehmigung bedarf. Zu diesem Zweck erarbeitete das Saarbrücker Büro Isoplan-Marktforschung eigens ein über 100-seitiges Konzept.

Denn die Ansiedlung des Marktes am vorgesehenen Ort verstoße „im Grunde“, so Verbandsgemeindebürgermeister Denzer, gegen Ziele des Landes-Entwicklungsprogramms. Dieses Programm sieht die Niederlassung großflächiger Einzelhandelsbetriebe ab 800 Quadratmeter Netto- Verkaufsfläche nur im zentralen Versorgungsgebiet vor. Bei dem Aldi-Vorhaben bestand die Befürchtung, dass das am Stadtrand gelegene Einkaufszentrum an der Zweibrücker Straße weiter gestärkt wird zu Ungunsten des Handels in der Innenstadt.

Also war die Zulässigkeit des Projekts zu prüfen durch die obere Landesplanungsbehörde bei der SGD- Süd. Der Stadtrat stimmte der Umwandlung des Areals vom eingeschränkten Gewerbegebiet in ein „Sondergebiet Handel“ zu, stimmte für das Zielabweichungsverfahren und das Projekt des Discounters.

Die Analyse des Saarbrücker Büros ergab, dass der Handel in der Innenstadt nicht gefährdet sei. Hier bestehe eine abgegrenzte zentrale Versorgung durch den Wasgau-Markt, der selbst eine Erweiterung anstrebt, und durch Einzelhandelsgeschäfte. Für Aldi erwiesen sich die nutzbaren zentrumsnahen Flächen als nicht hinreichend.

Zum ausgewählten, notariell gesicherten Standort gab es keine Alternative.

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