Rodalben
Drei Stadtvillen, 30 Wohnungen: „Wohnpark 3alben“ kurz vor Fertigstellung
Noch stehen die Gerüste, die Fassade muss noch fertig verputzt werden. Doch die Fertigstellung des „Wohnparks 3alben“ an der Hauptstraße in Rodalben rückt näher. Marcus Reister, Geschäftsführer des Investors Wolf & Sofsky aus Zweibrücken, kündigt einen Tag der offenen Tür an, sobald die Gerüste abgebaut sind und „die Außenanlage etwas mehr Form zeigt“.
Das Projekt umfasst 30 Wohneinheiten in drei freistehenden Stadtvillen und soll den angespannten Wohnungsmarkt in Rodalben entlasten. Den Begriff „Wohnpark“ begründet Reister mit der Ausstattung der Wohnungen mit Zugang zu Terrassen und Loggien, dem 3500 Quadratmeter großen Grundstück sowie der direkten Nachbarschaft zur Rodalb und der geplanten Außenanlage.
Keine Randbebauung, sondern Baulücke gefüllt
Dass der dreigeschossige Bau städtisches Wohnen assoziiert, bestreitet Investor Marcus Reister nicht. „Wir sind nahe am Stadtkern und dort ist eigentlich üblich, verdichtet zu bauen, weil da meist nicht viel Grundstücksfläche zur Verfügung steht.“ Zugleich betont er die Struktur: drei Villen mit jeweils zehn Wohnungen, eigenen Eingängen, Balkonen, Terrassen und großen Fenstern. Der Verdichtung stellt er die lockere Bauweise mit den drei freistehenden Gebäuden entgegen. Der Komplex wird „entzerrt durch diese drei Villen mit jeweils zehn Wohnungen mit eigenen Eingängen“. Üblich sei, im Stadtkern nur großes Gebäude mit 30 Wohnungen zu bauen. Spielplatz, Bachlauf und die Begrünung des Areals werten das Quartier auf, findet Reister.
Dem Einwand, der „Wohnpark 3alben“ verändere das Stadtbild, hält Reister entgegen, dass der Neubau das frühere Areal einer Gärtnerei belebe. Es entstehe keine zusätzliche Randbebauung, vielmehr werde eine Baulücke geschlossen. Aus einer jahrzehntelangen Brache entwickle sich ein Quartier für Jung und Alt an der erlebbaren Rodalb. Der Bereich sei entsprechend gesichert.
Die ersten Notartermine stehen bevor
Der Projektbeginn liegt fünf Jahre zurück. Im Jahr 2021 wurde zunächst ein vorhabenbezogener Bebauungsplan erstellt. Als Baurecht bestand, starteten Ende 2024 die Bauarbeiten. Ziel ist dem Investor zufolge das Qualitätssiegel „Nachhaltiges Gebäude“. Aus diesem Grund durften nur schadstoffarme, zertifizierte Baustoffe eingesetzt werden. Zudem sollte so gebaut werden, dass der Energieverbrauch der Gebäude so gering wie möglich sei.
In jeder Stadtvilla gibt es vier Wohnungen im Erdgeschoss, vier im Obergeschoss und zwei im Penthouse. Die Größen liegen zwischen 69 und 109 Quadratmetern. Alle Wohnungen seien barrierefrei geplant. Kfz-Stellplätze liegen hinter der Rodalb, um die Parksituation optisch zu separieren und die Hauptstraße in Rodalben zu entlasten.
Vermarktung startet nach Abbau der Gerüste
Kurz vor der Fertigstellung berichtet Reister von einer hohen Nachfrage: Unter den Interessenten seien Kapitalanleger ebenso wie frühere Rodalber, die in ihre Heimat zurückkehren wollten. Die Preise beginnen bei 239.000 Euro, die teuerste Penthouse-Wohnung koste 361.000 Euro. Mit der Vermarktung werde erst kurz vor der Fertigstellung intensiv begonnen, weil sich die Käufer so besser einen Eindruck von den Wohnungen verschaffen können. „Wir haben allerdings schon über 50 Prozent verbindliche Reservierungen. Die Notartermine dazu werden in Kürze stattfinden“.
Parallel dazu hat Wolf & Sofsky ein weiteres Bauprojekt zwischen dem Horberg und dem Einkaufszentrum gestartet. Die vorbereitenden Arbeiten begannen im vergangenen Jahr, aktuell laufen Trassierungs- und Kanalarbeiten.