Meinung Diesmal ist die CDU-Niederlage kein Betriebsunfall
Vor acht Jahren sprach die CDU noch von einem Betriebsunfall, als SPD-Mann Wolfgang Denzer und nicht CDU-Kandidat Dieter Herrmann die Wahl zum Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rodalben gewann. Die Tradition, dass der Verbandsbürgermeister aus Rodalben kommt, setzte Denzer fort, die, dass er in der CDU ist, nicht. Dieses Mal wollte die CDU auf Nummer sicher gehen. Sie schickte den populären Rodalber Stadtbürgermeister Claus Schäfer ins Rennen. Das hat nicht funktioniert. Am Ende haben die Wähler auf den erfahreneren Peter Spitzer gesetzt, dem ersten Nicht-Rodalber in diesem Amt.
Claus Schäfer merkte man in seiner ersten Amtszeit als Stadtbürgermeister die kommunalpolitische Unerfahrenheit an. Er moderierte im Stadtrat, statt die Richtung vorzugeben. Das Hin und Her um den Kindergarten ist ein Beispiel für die zögerliche Entscheidungsfindung. Der Rodalber CDU fehlt eine Führungspersönlichkeit, so konnte sie ihre absolute Mehrheit im Stadtrat in den Jahren 2019 bis 2024 politisch nicht nutzen.
Dass die Rodalber unzufrieden sind, zeigte sich bei der Stadtratswahl, bei der die AfD aus dem Stand auf 19 Prozent kam. Diesmal ist die Schlappe kein Betriebsunfall. Die CDU hat jetzt acht Jahre Zeit, um sich zu berappeln.
