Südwestpfalz Das sind die Gewinner und Verlierer der Kreistagswahl

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Die Mehrheit für die im Frühjahr 2023 geschmiedete CDU-FWG-Grünen-Koalition im Kreistag Südwestpfalz hat Bestand. Sie kommt auf 22 Sitze, einer weniger als zuletzt.

Durch den erstmaligen Einzug des Bündnis Sahra Wagenknecht setzt sich der Kreistag Südwestpfalz künftig aus sieben Parteien und Wählergemeinschaften zusammen. Gut ein Fünftel der Kreistagsmitglieder gehören populistischen Gruppierungen an: Die AfD hat einen Sitz dazugewonnen und kommt auf sechs Mandate, das BSW ist mit drei Abgeordneten vertreten. Dazu gehört der Weselberger Hans Müller, der 2019 für die Linke in den Kreistag eingezogen war, dann aber die Parteimitgliedschaft aufgegeben hatte.

Die CDU hat ihre 14 Sitze halten können. Auch die FWG behielt ihre fünf Mandate. Das sind ordentliche Ergebnisse. Verlierer sind die Grünen, die den Verlust von 3,7 Prozentpunkten und eines Sitzes verkraften müssen. Auch die FDP hat verloren: 1,7 Prozentpunkte und einen Sitz.

Im Kreistag Südwestpfalz hat die Koalition aus CDU, FWG und Grüne ihre Mehrheit behalten.
Kommentar

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Ein kleines bisschen Gewinner sind die Grünen doch

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Fraktionssprecher verpassen Wiedereinzug

Ein paar bekannte Gesichter haben den Einzug in den neuen Kreistag nicht mehr geschafft. Berthold Martin, letzter Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wallhalben und zuletzt Fraktionsvorsitzender der FWG, schaffte es nur noch auf den zweiten Nachrückerplatz. Fred Konrad, der Fraktionssprecher der Grünen, landete auf Platz sechs. Auch Roland Gappa, das langjährige FDP-Kreistagsmitglied, ist nicht mehr mit dabei.

Dafür überraschten andere. Den größten Coup landete Holger Zwick, der bereits im ersten Wahlgang im Amt bestätigte Stadtbürgermeister Dahns. Die FWG hatte ihn auf Listenplatz 26 nominiert, die Wähler haben das anders gesehen: Zwick erhielt 8809 Stimmen und führt die Liste der gewählten FWGler an. Bei der FWG gab es noch einen weiteren Überflieger, der das Kreistagsmandat aber knapp verpasste. Der mit 94,5 Prozent im Amt bestätigte Schindharder Ortsbürgermeister Tobias Herberg kam von Rang 31 und erzielte das sechstbeste Ergebnis der FWG. Den fünften Sitz belegt Peter Sammel, der Kreisbeigeordnete und FWG-Kreischef, der auf Position eins stand.

Schäfer und Peifer springen nach vorne

16 Positionen nach vorne ging es für den langjährigen Bürgermeister der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben, Thomas Peifer (CDU). Er schaffte den Sprung von Listenrang 25 auf Platz neun. Ein bisschen größer war der Satz, den Rodalbens Stadtbürgermeister Claus Schäfer machte, er kam von Listenplatz 24 und erzielte das siebtbeste Ergebnis der CDU-Bewerber. Zwölf Plätze gut machte Wolfgang Leidecker. Der Arzt aus Waldfischbach-Burgalben war auf Listenplatz 15 und fuhr das drittbeste CDU-Ergebnis ein. Um zehn Plätze nach oben ging es für Dahns CDU-Verbandsbürgermeister Michael Zwick (Bruchweiler-Bärenbach), der auf Rang 18 kandidierte und als Achtplatzierter in den Kreistag einzieht.

Ein ordentlicher Sprung nach vorne gelang dem Hermersberger Jochen Werle bei der SPD. Auf Rang 19 nominiert, fuhr er das siebtbeste Ergebnis ein. Zwar nur ein kleiner, dafür bedeutender Sprung gelang dem Hornbacher Thomas Hohn. Auf Listenplatz fünf nominiert, sprang er auf Rang zwei und bildet jetzt mit seinem Vater Reiner, den er als Stadtbürgermeister von Hornbach beerbte, die zweiköpfige FDP-Fraktion. Bei den Grünen hatte die Hauensteinerin Inge Wieser-Doppler den größten Sprung nach vorne vollzogen. Auf Rang 13 nominiert, schien sie am Montagabend noch das dritte Mandat in greifbarer Nähe zu haben. Durch die Stimmen aus Heltersberg zog die Rodalberin Barbara Metzger noch an Wieser-Doppler vorbei, die jetzt den ersten Nachrückerplatz belegt.

Einige Kandidaten werden durchgereicht

Es gab aber auch Bewerber, die auf Spitzenplätzen nominiert waren, und den Einzug in den Kreistag verpassten: Klaus Hüther, bei der CDU auf Platz vier nominiert, verpasste das Mandat auf Rang 15. Bei der SPD war es die Contwigerin Heidi Ziehl, die auf Platz fünf nominiert war und auf Rang zwölf zurückfiel. Der Lemberger Jan Zimmermann stand bei der FWG auf Listenplatz fünf, am Ende wurde er 18. Bei den Grünen stürzte der Käshofer Bernd Hofer, Beigeordneter der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land, von Listenrang drei auf Platz zwölf ab. Bei der FDP erlebte der Höhfröschener Sebastian Schäfer einen Absturz, er war auf Listenplatz drei nominiert, landete auf Rang 15.

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