Waldfischbach-Burgalben
Das Holz soll möglichst in der Region bleiben
Beim Holzverkauf habe er immer die Bedürfnisse der privaten Brennholzwerber vor Ort im Blick, erläuterte der Leiter des 2019 gestarteten Forstzweckverbandes, Förster Christoph Wagner, der zugleich Revierleiter in Waldfischbach-Burgalben ist. Die Nachfrage nach Polterholz habe in den vergangenen Jahren stetig zugelegt, beschrieb er, dass der lokale Brennstoff Holz gefragt ist. Es werde für die privaten Nutzer immer genügend Holz zur Verfügung stehen, auch wenn in Waldfischbach-Burgalben, wie in den Nachbarrevieren, die Wagner gleichfalls betreut, die eingeschlagene Holzmenge in den kommenden Jahren deutlich reduziert wird.
Das Holz aus der Waldregion zwischen Waldfischbach-Burgalben und Schmalenberg werde unter anderem in einem Sägewerk in Schopp verarbeitet. Dazu ist ein Sägewerk in Ramstein-Miesenbach ein Abnehmer. Brennholz aus der Region wird von regionalen gewerblichen Brennholzvermarktern verarbeitet, aber auch bei Hornbach-Baumärkten in der Region angeboten. Zudem geht Holz in die Zellstoffproduktion, als Rohstoff zum Beispiel für die Produktion von Papiertaschentüchern oder Toilettenpapier. In Mannheim und Aschaffenburg wird dafür Holz verarbeitet. Eichenholz aus der Region wird unter anderem im Elsass verarbeitet. Zum Beispiel im Fassbau. Vielfältig, unterstrich Wagner, sei die im Schwerpunkt regionale Vermarktung, die dazu beitrage, Fahrtwege so kurz wie möglich zu halten. Allerdings kann sich der Forstzweckverband dem globalisierten Holzmarkt nicht ganz entziehen. Der ein oder andere Stamm aus der Region werde auch nach Übersee verschifft, ergänzte Wagner.
Vom Preisanstieg profitiert
Vom Anstieg der Holzpreise ab März 2021 profitiert die Gemeinde Waldfischbach-Burgalben. Statt 7500 Euro Gewinn konnten 76.500 Euro verbucht werden. Davon entfallen zwar 52.500 Euro auf die einmalig gezahlte Bundeswaldprämie. Aber auch der übrige Gewinn stieg deutlich, „und das erfreulicherweise bereits bei reduziertem Holzeinschlag“, sagte Wagner. Statt der vorgesehenen 3577 Festmeter Holz wurden 2829 Festmeter Holz aus dem Wald entnommen. Die brachten einen Durchschnittserlös von 61,32 Euro (erwartet: 47,26 Euro). Dazu trugen zum Beispiel die Fichtenpreise bei, die sich von etwa 30 Euro bis zu einem Zwischenhoch von 120 Euro pro Festmeter aufschwangen. Die Nachfrage trieb die Preise.
Das Preisniveau ist nach wie vor gut, bilanzierte Wagner. Der Förster plant, im laufenden Jahr 2875 Festmeter Holz einzuschlagen und bleibt damit deutlich unter den 3400 Festmetern, die laut Forsteinrichtungsplan pro Jahr vorgesehen sind. Bei einem erwarteten Durchschnittserlös von 57 Euro wäre mit einem Plus von 19.407 Euro zu rechnen.