Dahn Covid-19-Fall in Asylunterkunft

Der positiv getestete Asylsuchende lebt in der Gemeinschaftsunterkunft in der Pirmasenser Straße in Dahn.
Der positiv getestete Asylsuchende lebt in der Gemeinschaftsunterkunft in der Pirmasenser Straße in Dahn.

Die Kreisverwaltung meldet einen weiteren Corona-Fall: Ein Mann aus Dahn wurde positiv auf das Virus Sars-Cov-2 getestet. Es ist ein 31-Jähriger, der in einer Unterkunft für Asylsuchende lebt. Nun stehen die Bewohner aller drei Unterkünfte in der Stadt unter Quarantäne.

Der Patient ist aktuell der einzige Infizierte. Es ist der erste Fall einer bestätigten Infektion im Landkreis seit dem 30. April. Der 31-Jährige lebt laut Verwaltung in der Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende in der Pirmasenser Straße in Dahn. Deshalb lässt das Gesundheitsamt nun alle Bewohner des Domecos-Gebäudes sowie der beiden anderen Unterkünfte in Dahn testen. Alle drei Gebäude stehen unter Quarantäne. Der Infizierte und seine Zimmergenossen wurden in getrennten Zimmern untergebracht. Auch enge Kontaktpersonen des 31-Jährigen wurden ermittelt und unter Quarantäne gestellt. Noch würden weitere Kontakte ermittelt.

Durch die Untersuchung der Abstriche soll schnell geklärt werden, ob es weitere Fälle gibt. Dann werde entschieden, ob die Schutzmaßnahmen reichen oder ausgeweitet werden, so Landrätin Susanne Ganster.

Bewohner werden über Quarantäneregeln informiert

Mitarbeiter des Gesundheitsamts sowie der für die Unterbringung zuständigen Verbandsgemeinde Dahner Felsenland informierten die Bewohner über die Quarantäneregeln. Auch die Hygienevorschriften wurden noch einmal durchgegangen. Das Bundesministerium für Migration stelle dafür Informationen in mehreren Sprachen bereit. „Dahn ist kein Einzelfall, in Asylunterkünften ist es in Deutschland in den vergangenen Monaten immer wieder zu Corona-Ausbrüchen gekommen. Denn die Bewohner schlafen oft in Mehrbettzimmern und teilen sich Küche, Duschen und Toiletten“, heißt es von der Verwaltung. „Die Gefahr ist nicht vorbei“, warnt der Dahner Verbandsbürgermeister Michael Zwick. Die Verantwortlichen hätten „sofort alle notwendigen Maßnahmen eingeleitet“.

Keine Termine im Jobcenter möglich

Der Fall hat auch Auswirkungen auf das Jobcenter, das ebenfalls im Domecos-Gebäude untergebracht ist. Dort finden bis auf Weiteres keine Termine statt. Die Mitarbeiter weichen auf andere Arbeitsplätze aus und sind telefonisch sowie per E-Mail erreichbar. Deshalb könnten sich Abläufe verzögern, fürchtet die Verwaltung.

So geht man bei Symptomen vor

Insgesamt gibt es bis heute 182 bestätigte Fälle im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamts Südwestpfalz, der neben dem Landkreis die Städte Pirmasens und Zweibrücken umfasst. 177 sind inzwischen genesen, vier gestorben. Wer Symptome hat, soll sich beim Hausarzt melden, bei der Kreis-Hotline (06331/809750, Montag bis Freitag, 9 bis 12 Uhr) oder der landesweiten Rufnummer (0800/9900400). Derzeit finden alle Infekt-Sprechstunden und Tests in der Infektambulanz Pirmasens (IAP) statt: montags und freitags von 16 bis 18 Uhr sowie mittwochs von 14 bis 16 Uhr. Weitere Infos auf der Homepage des Landkreises www.lkswp.de/corona-info. Fragen zur Corona-Pandemie beantwortet auch die Hotline 06331/809-700.

Die 182 bestätigten Fälle in der Südwestpfalz verteilen sich auf Pirmasens (31), Zweibrücken (46) sowie die Verbandsgemeinden Dahner Felsenland (23/einer neu), Hauenstein (9), Pirmasens-Land (7), Rodalben (6), Thaleischweiler-Wallhalben (33), Waldfischbach-Burgalben (11) und Zweibrücken-Land (16).

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