Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Christoph Gensch gewinnt zum dritten Mal den Wahlkreis direkt

Christoph Gensch (links) zusammen mit dem neuen Ministerpräsidenten Gordon Schnieder bei der Kür von Christina Rauch zur OB-Kand
Christoph Gensch (links) zusammen mit dem neuen Ministerpräsidenten Gordon Schnieder bei der Kür von Christina Rauch zur OB-Kandidatin der CDU im Oktober in Zweibrücken.

Der Zweibrücker Landtagsabgeordnete Christoph Gensch hat zum dritten Mal das Direktmandat im Wahlkreis Zweibrücken gewonnen.

Der Wahlkreis Zweibrücken besteht aus der Stadt Zweibrücken sowie den Verbandsgemeinden Zweibrücken-Land, Thaleischweiler-Wallhalben und Waldfischbach-Burgalben. Christoph Gensch, Landtagsabgeordneter und Arzt aus Zweibrücken, hat den Wahlkreis zum dritten Mal direkt gewonnen.

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Dabei holte er ausgerechnet in seiner Heimatstadt das schlechteste Ergebnis: knapp 37 Prozent, während er in den Verbandsgemeinden jeweils um die 39 Prozent erreichte. Ähnlich erging es Herausforderin Daniela Stauch (SPD) aus Rieschweiler-Mühlbach, die in ihrer Heimatverbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben ihr schlechtestes Ergebnis einfuhr. Sie landete insgesamt aber nur auf dem dritten Platz, knapp hinter dem Zweibrücker Sergej Weber (AfD). Beide lagen mit ihrem Ergebnis unter dem ihrer Partei, während Gensch neun Prozentpunkte besser abschnitt als seine CDU. Unter den kleinen Parteien schaffte es keine über die Fünf-Prozent-Hürde. Die Direktkandidaten der Linken und der FDP, Nicolas Perrault und Sebastian Schäfer, landeten sogar hinter Manuela Baker-Kriebel von der Tierschutzpartei.

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Als um 18 Uhr die ersten Wahlprognosen über die Fernsehschirme liefen, feierte Christoph Gensch auf der Wahlparty der Landes-CDU in Mainz. „Nach einer endlosen Durststrecke von 35 Jahren, in denen wir jedes Mal in den Prognosen vorn gelegen hatten, um dann immer wieder doch noch knapp von der SPD überholt zu werden, haben wir es jetzt endlich geschafft“, zeigte sich der Zweibrücker vom Ausgang der Landtagswahl angetan. „Diesmal haben wir unseren Vorsprung gehalten und zum Schluss sogar noch ausgebaut.“ Er ist auch mit seinem persönlichen Ergebnis sehr zufrieden. Die 42 Prozent vom letzten Mal wurden es für ihn zwar nicht mehr, „aber das war in einer deutlich schwierigeren politischen Großwetterlage auch nicht zu erwarten“, verweist Gensch auf die starken Zugewinne der AfD. „Mit der AfD haben wir jetzt einen dritten Bewerber im 20-Prozent-Bereich, der 2021 nur gut neun Prozent bei den Erststimmen erzielen konnte. Insofern sehe ich mein Resultat wirklich als sehr gutes Ergebnis.“ Zuletzt gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, wird der Zweibrücker Arzt als möglicher Gesundheitsminister gehandelt. „Zu diesem Thema möchte ich mich jetzt nicht äußern; das ist nicht der richtige Zeitpunkt“, erklärte Gensch am Sonntag, dass er „heute Abend froh“ sei, „dass Gordon Schnieder der nächste Ministerpräsident wird. Er hat jetzt die Fäden in der Hand – auch was die Verteilung der Ressorts für die CDU betrifft.“

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„Von null auf über 24 Prozent – das ist mega“, feierte am Sonntagabend Sergej Weber (AfD) sein Ergebnis bei den Erststimmen. „Damit haben wir zum Ausdruck gebracht, dass man mit der AfD rechnen muss. Die Partei sollte jetzt endlich mal regieren“, meinte der Zweibrücker. Seinen Achtungserfolg erklärt sich Weber nicht zuletzt mit dem „besten Wahlkampf, den die AfD im Wahlkreis Zweibrücken bis jetzt jemals gemacht hat“. Die Partei habe in ihrem Wahlkampfbüro an der Alexanderskirche viel Zuspruch aus der Bevölkerung gefunden. „Wir haben die Leute mit unseren Themen erreicht“, schlussfolgert Sergej Weber. „In einer Woche werden wir jetzt erst mal unsere Plakate abhängen, und dann haben wir zwei Jahre Zeit, unseren Kreisverband noch besser aufzustellen. Wir bereiten uns dann schon auf die nächsten Kommunal- und Europawahlen vor.“ Zweibrücken sei „der am stärksten wachsende AfD-Kreisverband in ganz Rheinland-Pfalz“, sagte Weber, der auf Nachfrage jedoch keine Zahlen nennen wollte.

„Man muss das Landesergebnis jetzt erst einmal sacken lassen“, sagte die zutiefst enttäuschte Daniela Stauch. Die Sozialdemokratin kann nur noch hoffen, dass Platz 24 der Landesliste reicht, um in den Landtag einzuziehen. „Wir haben eine Klatsche bekommen“, sagte sie zum Gesamtergebnis der SPD – sowohl bei der Erst- als auch der Zweitstimme. Für eine Analyse sei es jetzt allerdings noch zu früh. Zwei Ergebnisse aus dem Wahlabend am 22. März machen Stauch allerdings froh. Zum einen ihr Sieg in ihrer Heimatgemeinde Rieschweiler-Mühlbach: „Das tut gut!“ Zum anderen, dass SPD-OB-Kandidat Marold Wosnitza in Zweibrücken als Sieger im ersten Durchgang in der Stichwahl geht.

Dominik Fey ist zufrieden mit dem Landesergebnis der Grünen. „Das war ein guter, koordinierter Wahlkampf, in dem wir zerrieben wurden, weil er zum Ministerpräsidentenwahlkampf wurde“, sagt er. „In unserer Region haben wir nicht mehr verloren, als wir im Landesdurchschnitt verloren haben“, ergänzt der Vinninger. Sein Ergebnis von 4,6 Prozent hielt er für „erwartbar“, er räumt aber ein, „dass ich die magische Marke von fünf Prozent schon gerne erreicht hätte“. Fey hofft, dass die Landespartei in ihrer neuen Oppositionsrolle etwas aus der Wahl mitnimmt: „Wir müssen den Fokus auf die ländlichen Räume legen.“ Fey, der im Frühjahr 2025 in die Südwestpfalz gezogen war, will sich künftig hier politisch engagieren: „Bald sind Vorstandswahlen, da werde ich mich bewerben. Ich war auch vorher im Kreis Kaiserslautern im Vorstand der Grünen.“

„Ich finde, wir haben ein gutes Ergebnis erzielt“, sagt Manuela Baker-Kriebel (Tierschutzpartei). Sie schnitt im Wahlkreis Zweibrücken mit 3,9 Prozent der Erststimmen ab. Ihre Partei holte im Wahlkreis 2,6 Prozent der Zweitstimmen. Dass man nicht wie die großen Parteien abschneiden würde, sei zu erwarten gewesen. Dennoch zeigt sie sich optimistisch: „Das Wahlergebnis zeigt, dass wir uns gut mit den wichtigen Themen auseinandergesetzt haben.“ Es sei der Partei gelungen, sich im Land zu etablieren: „Wir stehen nicht am Ende, wir stehen am Anfang.“

Nicolas Perrault von Die Linke kommt bei den Wahlkreisstimmen auf 3,3 Prozent. Perrault ist zufrieden, sagt er: Das sei besser als die 2,5 Prozent vor fünf Jahren. Sein Ergebnis sei in etwa „da, wo wir auch im Landesschnitt sind“. Bei den Landesstimmen kommt seine Partei auf 3,4 Prozent. „Es ist traurig, dass so konservativ und rechts gewählt wurde“, findet Perrault, der den Wahlabend im Zweibrücker Gasthaus Sutter zusammen mit seinen Parteifreunden verbrachte.

Sebastian Schäfer, der für die FDP als Direktkandidat im Zweibrücker Wahlkreis angetreten ist, spricht von einem enttäuschenden Ergebnis, will seinen Optimismus aber nicht aufgeben. „Wir haben durch Umfragen im Vorfeld der Wahl gelernt, dass unsere Themen den Leuten wichtig sind. Entweder konnten wir das nicht rüberbringen, oder die Menschen haben uns nicht zugetraut, das umzusetzen. Daran müssen wir arbeiten.“ Schäfer will helfen, die FDP in Rheinland-Pfalz neu aufzubauen. In den nächsten Tagen sollen die parteiinternen Gremien tagen und das Wahlergebnis analysieren. „Ich gehe positiv in die Zukunft. Aus jeder Krise entsteht eine Chance“, glaubt der Höhfröschener. Nun müsse sich die Partei intern wieder organisieren und an sich arbeiten. „Dann werden wir wieder angreifen“, verspricht Schäfer.

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