Hauenstein
Christdemokraten wünschen sich Weihnachtslieder per Sirene
Patrick Mayer (CDU) kam in der Ratssitzung ins Schwärmen bei der Begründung des Antrags. Das Gemeinschaftsgefühl könnte mit dem täglichen Abspielen von Weihnachtsliedern gefördert werden und die Vorfreude auf Weihnachten gesteigert. Mayer sah sogar eine Erhöhung der Lebensqualität generell für die Hauensteiner, wenn um 18 Uhr „Süßer die Glocken nie klingen“ erschallen würde. Die Sirenenanlage könne schließlich nicht nur einen Warnton aussenden, sondern auch Sprachnachrichten erschallen lassen. Die CDU-Fraktion hatte sogar an das Kirchengeläut um 18 Uhr und die Eucharistiefeier am Freitag in der Bartholomäuskirche gedacht, weshalb die Weihnachtsmusik erst um 18.05 starten sollte.
Bürgermeister Steffen Mellein (Wählergruppe Hääschde) verwies zunächst auf den Eigentümer der Sirene. Das sei die Verbandsgemeinde und nicht die Ortsgemeinde. Patrick Stöbener (WGH) zeigte sich nicht überzeugt von der Idee. Bei einer Umfrage unter den Nachbarn der Sirenenanlage sei bemängelt worden, dass diese nicht gefragt worden seien. Die direkten Nachbarn lehnten die Weihnachtsmusik ab. Größter Knackpunkt sei die Technik. „Die Anlage gibt das nicht her“, so Stöbener. Es sei technisch gar nicht möglich, Musik einzuspielen, versicherte er und Kerstin Riffel (Grüne) warnte vor einem Eigentor, wenn da täglich nur Lärm aus der Sirene scheppere.
Ganz auf Weihnachtslieder wollen die Hauensteiner aber nicht verzichten. Bürgermeister Mellein versprach, die Musikvereine im Dorf zu fragen, ob sie nicht einmal die Woche beispielsweise vom Balkon des Rathauses etwas spielen könnten. „Der Marketinggag einer solchen Aktion sollte nicht unterschätzt werden“, gab Markus Schächter (CDU) zu bedenken.