Donsieders
Carnevalverein Donsieders: Auch ohne neue Prinzessin fulminanter Start in die Session
„Was braucht man, um die Fantasie Realität werden zu lassen? Es ist die Gabe, im Inneren ein Kind zu bleiben, denn Kinder können staunen. Lassen Sie uns gemeinsam staunen“: Mit diesen Worten haben Michelle Gimber und Jürgen Breiner das bunte Treiben beim Carnevalverein Donsieders (CVD) eröffnet – und das Staunen stand den beiden Moderatoren ebenso wie dem närrischen Publikum in der fast ausverkauften Schillerhalle ins Gesicht geschrieben, als eine „Herde“ von 24 Cowboys und -girls zu Westernmusik über die Bühne fegte. Die jüngsten CVD-Tänzer sind gerade mal drei Jahre alt.
Ohnehin konnten sich die frenetisch mitgehenden Zuschauer davon überzeugen, was ein kleiner Verein wie der CVD zu leisten in der Lage ist. So gaben die Funkengarde und die Showtanzgruppe Kostproben ihres Könnens. Zwei Frauen standen dabei im Mittelpunkt der Ovationen: Die Trainerinnen Tanja und Charis Schöfer betreuen sämtliche CVD-Eigengewächse – und alle Gruppen ließen es sich nicht nehmen, ihre engagierten Übungsleiterinnen wertzuschätzen. Ein halbes Dutzend mal wurden das Duo auf die Bühne zitiert, um den Dank der Aktiven entgegenzunehmen – die ein oder andere Träne ist dabei sowohl bei den Aktiven als auch bei Trainerinnen geflossen.
Großvater begleitet scheidende Prinzessin
Ein weiterer emotionaler Moment folgte, als Prinzessin Angelina I. nach einem Jahr Regentschaft ihre Krone wieder abgab. Eine Nachfolgerin gibt es dieses Jahr nicht, die Insignien werden aber in der Hoffnung auf eine baldige Wiederbelebung des Amts gut aufbewahrt. Als Angelina I. betrat die scheidende Hoheit in Begleitung ihres stolzen Großvaters Rudi Marischka die Narrenbühne, die sie ebenfalls an seiner Seite als Angelina Marischka-List wieder verließ. „Ich hoffe, du bleibst unserem Verein erhalten“, gab ihr der CVD-Vorsitzende Heinrich Kolb mit auf den Weg in den „Prinzessinnen-Ruhestand“.
Einer der bekanntesten Gesichter der südwestdeutschen Fasnacht, Oliver Betzer, sagte am Rande der Veranstaltung: „Wir wissen, woher wir kommen.“ Als „Frau Härtschd“ setzte er den famosen Schlusspunkt unter die fünfstündige Inthronisierungs-Sitzung. Zuvor hatte bereits sein Vereinskollege vom Fasnachts-Club Felsenland, Tobias Paltz, mit seinem spontanen Humor das Publikum als „Bauer Sepp“ mitgerissen. Ebenfalls zu den Dauergästen beim CVD gehört Martin Berberich vom KV Annweiler, der als „De Maddin“ die Lachmuskeln strapazierte. Ein Sonderlob gebührte einmal mehr Tanja Schöfer, die erst gegen 2 Uhr in der Nacht vor der Inthronisierung die letzten Kostüme fertiggestellt hatte.
Mitwirkende
Michelle Gimber und Jürgen Breiner (Moderation), CVD Tanzmäuse, Funkengarde, Showtanzgruppe, TVP Tanzgruppe Shanama, TVP Blaue Garde, TVP Bauchtanzgruppe Banat Amar, Tanz-Team Katzweiler, Humba Buwe (Stadtgarde Kaiserslautern), Die Sternenflieger (Rot Weiß Kaiserslautern), „De Härtschd“ Oliver Betzer, „Bauer Sepp“ Tobias Paltz (beide Fasnachts-Club Felsenland), CVD Tanzmariechen Tabea und Marie, „De Maddin“ Martin Berberich (KV Annweiler).