Hermersberg Brand mit zwei Todesopfern: Ursache steht fest
Am 8. Februar brannte in Hermersberg ein Einfamilienhaus. Rettungskräfte fanden im Haus zwei Leichen. Wie die Staatsanwaltschaft Zweibrücken mitteilt, ist die Identität der beiden Toten jetzt geklärt. Bei den Brandopfern handelt es sich um das Ehepaar im Alter von 72 und 77 Jahren, das in dem Haus lebte. Beide sind an den Folgen einer Rauchgasvergiftung gestorben. Das hatte die Obduktion der Leichen ergeben.
Geklärt ist nun auch, wie es zu dem Brand kam. Ein Sachverständiger hatte nach dem Brand das Haus in Augenschein genommen. Er kam zu dem Ergebnis, dass der Brand in der Decke zwischen Erd- und erstem Obergeschoss ausgebrochen ist. Wahrscheinlich sei er durch einen Defekt in der elektrischen Installation ausgelöst worden.
Fast 140 Rettungskräfte im Einsatz
Gegen 11 Uhr am 8. Februar war das Feuer gemeldet worden. Die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben und Wehren aus der Nachbarverbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben waren zum Brandort geeilt. Insgesamt waren es inklusive Polizei, Rettungsdiensten, Kriseninterventionsteam und einer Drohneneinheit der Feuerwehr 137 Einsatzkräfte. Rund vier Stunden hatte es gedauert, um den Brand zu löschen. Der Einsatz war gefährlich, weil schon beim Eintreffen der Retter Einsturzgefahr bestand. Außerdem waren im Haus Propangasflaschen gelagert, bei Temperaturen von 700 bis 1000 Grad, die beim Brand gemessen worden waren, bestand Explosionsgefahr. Für die Retter war der Einsatz auch eine psychische Herausforderung. Vier Notfallseelsorger waren zum Brandort gerufen worden. Zwei betreuten Angehörige, die nicht in Hermersberg wohnen, zwei waren für Einsatzkräfte und Menschen mit Gesprächsbedarf vor Ort. Im Rathaus wurden Gesprächsmöglichkeiten geschaffen und genutzt. Das Angebot an psychologischer Hilfe bleibt weiterhin bestehen.