Bitsch / Weißenburg RHEINPFALZ Plus Artikel Bitsch wählt erstmals eine Bürgermeisterin

In Weißbenburg sind am Sonntag noch einmal die Wähler zum Urnengang aufgerufen.
In Weißbenburg sind am Sonntag noch einmal die Wähler zum Urnengang aufgerufen.

Amtsinhaber Kieffer verliert klar: In Bitsch gewinnt Pastor bereits im ersten Durchgang. Das Wahlrecht sichert ihrer Liste die Hälfte der Sitze plus Anteil.

Das lothringische Bitsch wird nach der Kommunalwahl erstmals von einer Frau geführt. Amtsinhaber Benoît Kieffer unterlag klar gegen Sophie Pastor, die bereits im ersten Wahlgang am vergangenen Sonntag 53,6 Prozent der Stimmen erreichte. Für Pastor stimmten 981 Wählerinnen und Wähler, für Kieffer 634; die dritte Kandidatin, Véronique Schnell, kam auf 7,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag mit 63 Prozent vergleichsweise hoch.

Aufgrund des französischen Kommunalwahlrechts erhält die Siegerliste automatisch die Hälfte der Sitze im Stadtrat. Die übrigen Mandate werden proportional nach dem Stimmenanteil verteilt. Pastors Liste stellt damit 21 Sitze, Kieffers Liste fünf und Schnells Liste einen. Die 47-jährige Sophie Pastor ist gebürtige Bitscherin und bislang nicht im Stadtrat vertreten. Sie flankierte ihren Wahlkampf mit einem Bürgerbüro in der Stadt und einer Internetseite.

Im elsässischen Weißenburg lieferten sich vier Kandidaten ein enges Rennen, alle lagen über 20 Prozent. Amtsinhaberin Sandra Fischer-Junck erzielte 27,8 Prozent, knapp dahinter André Krieger mit 25,3 Prozent. Krieger hatte bereits zweimal erfolglos kandidiert. Der Kandidat des Rassemblement National, Jean-François Delanque, erreichte 23,2 Prozent, der frühere Bürgermeister Christian Gliech 21,9 Prozent. Laurent Pfister kam auf 1,7 Prozent.

Alle vier Kandidaten mit mehr als zehn Prozent der Stimmen treten in die Stichwahl ein. In Weißenburg lag die Wahlbeteiligung ebenfalls bei 63 Prozent. Die Wählerinnen und Wähler sind am Sonntag, 22. März, erneut zur Wahl aufgerufen.

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